Kolping Roadshow

Ihr plant eine Veranstaltung? Ihr möchtet eine publikumswirksame Aktion starten? Ihr möchtet euch und andere über die Themen Flucht, Migration und gesellschaftliche Teilhabe informieren, für die Belange von Geflüchteten sensibilisieren und euch über die Arbeit mit und für Geflüchtete austauschen?

Seit Januar 2017 fährt das Kolping Infomobil durch ganz Deutschland und ist jederzeit buchbar – sichert Euch einen Halt bei Eurer Veranstaltung!

Ihr wollt das Infomobil live erleben oder sucht noch nach Inspirationen für einen Einsatz?

In diesem Video bekommt ihr einen ersten Eindruck, wie ein Einsatz aussehen kann. Hier findet ihr zum Download eine Terminübersicht für die kommenden Monate. Die Termine werden regelmäßig aktualisiert. Terminliste zum Download

Die Roadshow – worum geht es?

Wie sensibilisieren wir für die Belange von Geflüchteten? Wie tragen wir zu ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz bei? Wie kann Begegnung funktionieren? Und vor allem – wie erreichen wir möglichst viele Menschen mit unseren Ideen?

Die Kolping Roadshow spricht alle an. Das Infomobil macht neugierig und hält für jede Altersgruppe konkrete Angebote bereit: Spiel- und Mitmachaktionen, Texttafeln, multimediale Elemente und Methoden zur Aneignung von Hintergrundwissen über Flucht, Migration und gesellschaftliche Teilhabe. Es zeigt Beispiele aus der Arbeit mit Geflüchteten, erzählt von Menschen, die in Deutschland angekommen sind, sich eingelebt haben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben und macht Lust auf mehr. Denn: Wer Mut zeigt, macht Mut!


Das Infomobil im Überblick

Die Roadshow mit dem Infomobil ist ein niederschwelliges Angebot zur Sensibilisierung für die Belange von Geflüchteten, bietet Raum für Gespräche und Begegnungen.


Das Infomobil ist überall und für jede Alters- und Zielgruppe einsetzbar.


Es kann alleine eingesetzt werden oder aber mit weiteren Aktionen verbunden werden, beispielsweise im Rahmen eines Gemeinde- oder Sommerfestes, einer Kolping Aktion, eines Tags der Offenen Tür, einer Informationsveranstaltung… wir helfen gerne bei der Planung!


Das Infomobil wird von zwei geschulten Fachkräften begleitet. Wir versuchen dabei nach Möglichkeit mit interkulturellen Teams zu arbeiten. Der Einsatz ist mit einer individuell gestaltbaren Kurzschulungen kombinierbar.


  • Eine ebene Stellfläche von 9x6 Meter wird für das Infomobil benötigt. Die genauen Maße des Infomobils sind:
    • Geschlossen: 3,10 Meter hoch, 2,51 Meter breit, 7, 13 Meter lang
    • Geöffnet: 3,10 Meter hoch, 5,30 Meter breit, 9,04 Meter lang
  • Ein Stromanschluss ist Voraussetzung. Ein 220-Volt-Schuko-Stromanschluss wird benötigt.
  • Das Gewicht des Infomobils liegt bei 3,5 Tonnen.
  • Das Mobil besitzt eine grüne Umweltplakette.
  • Es handelt sich um ein Diesel 5 Fahrzeug.
  • Barrierefreiheit: Das Mobil bietet für Menschen im Rollstuhl eine Rampe.

Der Einsatz des Infomobils ist kostenfrei!



Schulungen – vor Ort und digital!

Ihr wünscht Euch vor, während oder nach dem Einsatz des Infomobils vertiefende Einblicke in ein bestimmtes Thema? Oder ihr könnt das Infomobil aufgrund der Größe nicht vor Ort nutzen, möchtet euch aber trotzdem inhaltlich mit den Themen beschäftigen?

Ob mit oder ohne Vorkenntnisse – eine allgemeine Übersicht zu Flucht und Migration, spezielle Fragen wie die nach der Situation der unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, die Gesellschaftliche Teilhabe von Geflüchteten, die Erwartungen von Geflüchteten an Deutschland oder auch ganz praktische Tipps und Methoden für die Arbeit mit Geflüchteten – das Thema wird im Vorfeld gemeinsam abgestimmt und die Schulung zeitlich flexibel angefordert.

So werdet Ihr zu geschulten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und könnt nachhaltig vom Einsatz des Infomobils profitieren!


Schulungen im Überblick

Die Schulungen sind Teil des Projekts und somit kostenfrei.


Vor Ort: Vor Ort müsst ihr euch um einen geeigneten Raum, Papier und Stifte kümmern.

Digital: Habt ihr bereits ein digitales Tool, können wir es gerne darüber machen. Ansonsten können wir die Schulung über unseren Zoom-Account planen. Für digitale Schulungen benötigt jede teilnehmende Person entsprechendes Equipment.


Eine Schulung sollte mindestens zwei Stunden dauern. Wenn Schulungen an Schulen durchgeführt werden, sollten für diese mindestens zwei Schulstunden eingeplant werden.


Die Gruppe sollte weder zu klein noch zu groß sein, damit man interaktiv und inhaltlich gut miteinander arbeiten kann. Es sollten mindestens 8 Teilnehmende und nicht mehr als 25 Teilnehmende sein. Bei Schulklassen sollten es nicht mehr als 30 Teilnehmende sein. Dabei gilt, je kleiner die Gruppe, desto intensiver kann gearbeitet werden.



Überblick Themen

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage nach gesellschaftlicher Teilhabe. Was bedeutet Teilhabe eigentlich genau? Welche Grundlagen müssen erfüllt sein, um teilhaben zu können? Welche Rechte und Pflichten gehen daraus hervor? Aber auch die Frage nach Hindernissen. Geflüchtete Menschen sehen sich oft wesentlich höheren Hürden gegenüber, die zunächst überwunden werden müssen, bevor auch sie aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. Welche Möglichkeiten gibt es, diese Hürden abzubauen und Geflüchtete zu unterstützen?

Ziel ist, die Gruppe für die Belange von Geflüchteten zu sensibilisieren und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln, um allen Menschen die Mitgestaltung unserer Gesellschaft zu ermöglichen.


In diesem Workshop beschäftigen uns Fragen wie: Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Was gibt es für verschiedene Gründe / Motive? Welche Konsequenzen ergeben sich aus den jeweils individuellen Fluchtursachen für die Arbeit mit Geflüchteten? Je nach Zielgruppe nähern wir uns mit unterschiedlichen Methoden den Hintergründen von Flucht und Migration, ergründen globale Zusammenhänge und unsere eigenen Privilegien, um im Anschluss daran Strategien und Methoden zur Bekämpfung von Fluchtursachen zu entwickeln.

Ziel ist, dass die Gruppe fundierte Kenntnisse über mögliche Fluchtursachen erlangt, diese differenziert wahrnimmt und auf mögliche, sich während der Arbeit mit Geflüchteten aus den verschiedenen Fluchtursachen ergebenden, Probleme angemessen reagieren kann.


Vorurteile gegen geflüchtete Personen in Deutschland: In diesem Workshop beschäftigen wir uns ganz praktisch mit dem Umgang mit Vorbehalten. Wie reagiere ich adäquat auf Vorbehalte, die mir im Alltag oder konkret bei der Arbeit mit Geflüchteten entgegengesetzt werden? Welche Argumente gibt es gegen „Stammtischparolen“? Wie kann ich mich positionieren, wo kann ich mich informieren?

Ziel ist, dass die Gruppe sich sicherer fühlt und besser vorbereitet ist auf den Umgang mit Widerständen aus der Umgebung während der Arbeit mit Geflüchteten und / oder im Alltag.


Freiwillige und ehrenamtliche Unterstützung sind vor allem in der Arbeit mit geflüchteten Menschen auch für die Politik von zentraler Bedeutung. Wohnungssuche, Amtsgänge oder ärztliche Besuche sind ohne ehrenamtliche Unterstützung oft kaum möglich. Oft agieren wir als Ehrenamtliche allerdings aus unserer eigenen Perspektive heraus und vergessen darüber hinaus die eigene Handlungsmacht und die Wünsche unseres Gegenübers. Auch die mediale Repräsentation führt oft dazu, dass wie geflüchtete Menschen als Opfer betrachten und ihnen wenig eigenständiges Handeln zutrauen.

Ziel ist, gemeinsam das eigene Handeln zu reflektieren und sich selbst und andere für die feinen Unterschiede zwischen Unterstützung und Bevormundung sensibilisieren.


Integration als Begriff wurde vor allem in den letzten Jahren immer wieder kontrovers diskutiert. Eigentlich ist er nach heutigem Stand überholt. Allerdings findet er sich weiterhin in nahezu jeder medialen Besprechung, wenn es um geflüchtete Menschen geht. Doch was bedeutet dieser Begriff eigentlich genau? Was sind die Schwierigkeiten und Probleme, die sich aus der Verwendung ergeben? Und was verwenden wir stattdessen?

Ziel ist, die Betrachtung von Definition und Entstehung des Migrationsbegriffs und das Entwickeln neuer Perspektiven sowie praktische Tipps, um geflüchtete Menschen zu unterstützen und ihren Alltag in Deutschland zu erleichtern.


Wie oben bereits angedeutet, gibt es auch die Möglichkeit, Kurz-Workshops zu buchen. Diese bieten sich insbesondere für die jüngere Zielgruppe an (Grundschule und Unterstufe) und sind etwa zwei Schulstunden lang. Bezug nehmend auf den anschließenden Besuch im Infomobil nähern sich die Kinder den Themen Heimat und Flucht auf spielerische Art und Weise. Sie werden sensibilisiert für Fragen wie „Was bedeutet Heimat für mich?“ und „Was wäre, wenn ich meine Heimat verlassen müsste?“ sowie „Was bräuchte ich, um woanders eine neue Heimat zu finden?“

Ziel ist, den Kindern die komplexen Themen Migration und Flucht näher zu bringen, ohne sie zu überfordern oder zu verängstigen. Dabei können sie Empathie entwickeln und die Chancen von einem toleranten Miteinander erkennen.



Pressearbeit

Für Pressetexte und Ankündigungen stellen wir Euch gerne Material und Modelltexte zur Verfügung. Eine kleine Auswahl findet Ihr hier.



Kontakt

Das Kolping Infomobil ist unter der Schirmherrschaft des Kolping Netzwerks für Geflüchtete unterwegs. Die Aktion wird unterstützt und gefördert vom Kolpingwerk Deutschland, dem Verband der Kolpinghäuser und dem Verband der Kolping-Bildungsunternehmen sowie kofinanziert aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union.

Den Flyer zur Kolping Roadshow Integration gibt es hier zum Download.

Ansprechpartnerinnen zu Buchung und Einsatz des Infomobils:

 

Desirée
Ansprechpartnerin
Desirée Rudolf
Projektreferentin „Kolping-Netzwerk für Geflüchtete“
Kolpingwerk Deutschland gGmbH
Judith
Ansprechpartnerin
Judith Valceschini
Projektreferentin „Kolping-Netzwerk für Geflüchtete“
Kolpingwerk Deutschland gGmbH