Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Netzwerk für Geflüchtete

Zusammenarbeit auf Augenhöhe?

In der Woche nach Ostern trafen sich neue und alte Workcampleitende der Kolping Jugendgemeinschaftsdienste für die diesjährige Workcampleiter*innenschulung, welche in Präsenz in Bonn stattfinden konnte.

Ein Element der Schulung sind frei gewählte Workshops, in denen die Workcampleitenden ihr Wissen zu verschiedenen Themen vertiefen können. Ein Workshop wurde hier vom Netzwerk für Geflüchtete angeboten und stand unter der Fragestellung: Kann es eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe geben?

Den Einstieg in das Thema fand die Gruppe über eine kreative Bastelübung. Im Anschluss wurden ausführlich die Begriffe Hilfe, Paternalismus, Solidarität, Powersharing und Empowerment diskutiert. Den Einstieg in die Begriffe fanden die Teilnehmenden über Zitate von Menschen mit Fluchterfahrung. Schnell wurde in der Diskussion deutlich, dass die Begriffe oftmals nicht trennscharf sind und es gerade für einen Begriff wie Powersharing auch schwierig sein kann ein gutes Praxisbeispiel zu finden. Im Anschluss wurden kurze Rollenspiele durchgeführt, bei denen die Teilnehmenden erleben konnten, wie die Begriffe sich auf die Lebensrealität von Menschen mit Fluchterfahrung, aber auch auf Ehrenamtliche auswirken. Hierbei wurden im Rollenspiel verschiedene Lösungsansätze erprobt.

Abschließend hatten die Teilnehmenden Zeit für eine persönliche Reflexion, in der sie der Frage nachgehen konnten, warum sie ehrenamtlich arbeiten, was ihre Motivation ist, wo in ihrer Arbeit Hilfe, aber auch Empowerment stattfindet und was Augenhöhe für sie bedeutet oder auch warum eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe durch inhärente Machtdynamiken in der Gesellschaft gar nicht möglich ist.


Foto: Pexels/Karolina Grabowska