Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Netzwerk für Geflüchtete

Weil sie ein Bewusstsein schaffen wollen

Kolping wirkt: Auch in der Arbeit für und mit Geflüchteten. Dafür sorgt das Netzwerk für Geflüchtete unter anderem mit der "Kolping Roadshow", die seit 2017 durch ganz Deutschland tourt.

Es dürfte schwierig werden, eine Region zu finden, in der die „Kolping Roadshow“ noch nicht Station gemacht hat. Schon seit  vier Jahren tourt der umgebaute orangefarbene 3,5-Tonner quer durch die Republik, um als mobile Ausstellung über die Themen Flucht, Migration und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu informieren. Schautafeln, Videos, Schulungen. Direkt vor Ort.

Der Vorteil des Infomobils ist der direkte Dialog mit den Besuchenden. So kann eine breitere Zielgruppe erreicht werden, erklärt Desirée Rudolf, im gerade erschienenen Vorstellungsvideo des „Kolping-Netzwerks für Geflüchtete“ auf dem YouTube-Kanal des Kolpingwerkes Deutschland. Jeden Monat stellt sich dort im Rahmen der Kampagne #KOLPINGwirkt ein anderer Fachbereich unseres Verbandes vor. Seit 2018 koordiniert Desirée Rudolf das Netzwerk, das die Roadshow von Köln aus in alle Ecken Deutschlands schickt. Mit diesem Infomobil erreicht das Netzwerk „sowohl Interessierte und Engagierte, die sich schon länger mit dem Thema beschäftigen, als auch Menschen, die sich bisher wenig mit dem Thema befasst haben“, betont Desirée Rudolf. Und ein Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu schaffen, ist nun einmal am besten im direkten Dialog möglich.

Internationales Team

Zur Verfügung steht Rudolf und Judith Valceschini, die ebenfalls als Projektreferentin im Netzwerk für Geflüchtete arbeitet, dafür ein internationales Team aus 30 Honorarkräften, die die Roadshow auf ihrer Tour durch Deutschland begleiten. „Auch Geflüchtete selbst sind mit dabei“, betont Rudolf. Das Problem: Wegen der Corona-Pandemie sind die Honorarkräfte weitgehend zur Untätigkeit verdammt – zumindest was ihre Arbeit für das Infomobil betrifft. Denn das rollt längst nicht mehr über die Autobahnen, sondern ist nun schon seit bald einem Jahr in Köln „gestrandet“.

Auch ihre Arbeit habe sich daher deutlich verändert, sagt Rudolf. Es könne derzeit kaum etwas genau geplant werden, „aber dafür gehen wir sehr stark in die Konzeptionsarbeit“. Möglich wird das unter anderem durch eine EU-Förderung, die die Zukunft der Roadshow bis September 2022 sichert. „Wir nutzen jetzt die Zeit, um das Thema zu überarbeiten, neue Themen mit reinzunehmen und das Infomobil umzubauen“, erzählt Desirée Rudolf. Gewerkelt wird im Netzwerk zudem fleißig an neuen digitalen Konzepten und Formaten. Die sollen es möglich machen, dass das Netzwerk für Geflüchtete auch in der Pandemie weiter über aktuelle Themen informieren kann und Interessierte gemeinsam über Ideen diskutieren sowie Lösungsstrategien entwickeln können.

Nähere Infos zu den Einsätzen und Schulungen gibt es bei Desirée Rudolf oder Judith Valceschini.