Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

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Was kann ich selbst gegen Rassismus tun?

Seit den Protesten in den USA, die letzte Woche als Antwort auf die Ermordung eines weiteren Schwarzen US-Amerikaners durch Polizeigewalt entstanden sind, gibt es in Deutschland viele Stimmen, die sagen: „Ja, die USA hat ein Problem mit Rassismus bei der Polizei.“

Auch Deutschland hat ein massives Problem mit strukturellem Rassismus und rassistischer Polizeigewalt. Daher sollten wir nicht nur abwartend auf die USA schauen, sondern uns auch hier in Deutschland intensiv mit diesem Thema beschäftigen.

Oft ist es aber gar nicht so einfach, sich mit Rassismus zu beschäftigen. Deshalb hier ein paar Tipps für weiße Personen, die Betroffene im Kampf gegen Rassismus unterstützen möchten:

  • Sich informieren, weiterbilden und vor allem betroffenen Personen zuhören. (Tipps findet ihr auch hier in den letzten QuarantäneBites.)
  • Sich selbst und die eigenen Privilegien hinterfragen.
  • Betroffenen Personen eine Stimme geben oder Ressourcen umverteilen, wie zum Beispiel an Organisationen und Vereine spenden, die sich aktiv für Antirassismusarbeit einsetzen. Am besten natürlich an Personen, die selbst von Rassismus betroffen sind.
  • Sich positionieren auch gegenüber nahestehenden Personen, wenn diese sich rassistisch verhalten (z.B. rassistische Witze oder Diskriminierungen äußern).
  • Tief durchatmen, wenn man selbst als rassistisch bezeichnet wird und die eigenen Aussagen oder Handlungen überdenken.
  • Sich entschuldigen. Rassismus ist kein Problem einzelner Personen, sondern gesellschaftlich verankert. Alles richtig zu machen, ist also unmöglich. Wichtig ist es aber, Fehler anzuerkennen und es beim nächsten Mal besser zu machen.
  • Beim Kampf gegen Rassismus geht es nicht um die Frage der Schuld, sondern der Verantwortung.