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Was hat ein Eisberg mit der Roadshow zu tun?

In der ersten Februarwoche lud die Friedensreich-Hundertwasser-Schule in Würzburg zu einer Projektwoche zum Thema Fluchtursachen ein. Hierbei durfte natürlich auch die Kolping Roadshow nicht fehlen.

Im Infomobil selbst konnten die Schülerinnen und Schüler zunächst auf eigene Faust erkunden, welche Fluchtursachen es eigentlich gibt. Warum müssen Menschen flüchten? Aus welchen Ländern kommen die Menschen, die am Ende ihrer langen Flucht in Deutschland landen? Was haben Mandalas, ein bunter Kicker und ein Puzzle überhaupt mit Flucht zu tun? Diese und viele weitere Fragen konnten im Laufe der zwei Tage ein bisschen genauer beleuchtet und beantwortet werden. Einige Schülerinnen und Schüler konnten mit Vorwissen glänzen und sogar schon einige Aspekte von Flucht selbst benennen und Fragen beantworten.

Am zweiten Tag konnte das Wissen noch weiter vertieft werden. In mehreren zweistündigen Schulungen wurden die Entstehung und der Effekt von Vorurteilen diskutiert, Rollenspiele zum Argumentationstraining ausprobiert und Bilder gemalt, die die Bedürfnisse der Teilnehmenden zeigen sollten. Um das Konzept von Vorurteilen näher zu erklären, wurde das Eisbergmodell vorgestellt. Wie bei einem Eisberg sieht man bei einem Menschen zu Beginn nur einen sehr kleinen Teil. Um den Eisberg genauer zu erkunden, muss man tiefer tauchen. Bei Menschen bedeutet dies, dass man sich bemühen, Interesse zeigen und Fragen stellen muss, um jemanden näher kennenzulernen. Die Vorurteile können so oft als falsch erkannt und widerlegt werden.