Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Netzwerk für Geflüchtete

Flucht ist niemals wirklich freiwillig

Workshop zu Fluchtursachen an der Wilhelm-Busch-Realschule in Köln

Der Sozialwissenschaftskurs der 10. Klasse der Wilhelm-Busch-Realschule beschäftigt sich aktuell im Unterricht mit dem Themenfeld „Krieg und gewaltsame Konflikte“. Um das daran anknüpfende Themenfeld „Fluchtursachen“ zu vertiefen, nahm der Kurs an einem Workshop der Kolping Roadshow teil. Die jungen Erwachsenen überlegten zu Beginn gemeinsam, aus welchen Gründen Menschen flüchten und erfuhren anhand spielerischer Methoden, wie viele Menschen weltweit auf der Flucht sind.

In einer interaktiven Übung setzten sie sich im Anschluss damit auseinander, wann sie persönlich ihr Zuhause verlassen würden. Dabei wurde angeregt diskutiert und vor allem wurde deutlich, dass Flucht auch etwas mit dem Verständnis von Heimat, persönlichen Bedürfnissen und individuellen Lebensumständen zu tun hat. Der starke Konsens zeigte jedoch: Flucht ist niemals wirklich freiwillig und kann viele verschiedene Gründe haben.

Um die Vielseitigkeit von Fluchtursachen besser kennenzulernen, beschäftigten sie sich in Kleingruppen mit einzelnen Fluchtgründen, zum Beispiel Landraub und Rohstoffmangel, Klimawandel oder Perspektivlosigkeit. Sie diskutierten und notierten sich wichtige Aspekte zur anschließenden Präsentation in der großen Runde. Der gemeinsame Blick auf das Asylrecht in Deutschland und die damit verbundenen Hürden und Herausforderungen für Asylsuchende spannten zum Abschluss des Workshops den Bogen und rundeten den Vormittag ab.