Netzwerk für Geflüchtete

Aus der eigenen Komfortzone rauskommen

Unsere Honorarkraft Annika stellt sich vor.

Mein Name ist Annika und ich komme aus Köln. Seit 15 Jah­ren mache ich politische Bildungsarbeit. Be­gonnen habe ich damit im Bereich Schülerinnen-Schüler-Ver­tretung und Schulpoli­tik. Dann habe ich irgendwann Geographie, Erziehungswissen­schaften und Anglistik studiert und erst an der Uni, danach beim Deutschen Ge­werkschaftsbund gearbeitet. Dabei ging es viel um Fragen globaler Gerechtigkeit, Privilegien und Perspektiv­wechsel. Mittlerweile bin ich unter dem Namen querdenker.in (www.querdenker.in) selb­stän­dig und lebe davon, für verschiedene Auftragge­ber/innen im Non-Profit-Bereich politische und interkulturelle Seminare zu leiten.

Mit dem Thema Flucht hatte ich in den letzten Jahren ziemlich intensiv durch den so genann­ten „Dschungel von Calais“ zu tun, wo ich ehrenamtlich gearbeitet habe und wo­für ich von Köln aus mit Martin (der auch bei der Roadshow aktiv ist) und anderen Freundinnen und Freunden das Solidaritäts-Projekt Biscuits for Calais (www.biscuitsforcalais.de) gemacht habe. Da ging es um pragmati­sche Unterstützung, aber auch darum, auf die Situation der Flüchtenden in Calais aufmerksam zu machen und sich gegen die europäische Abschreckungs- und Abschottungspolitik zu stellen und mehr zu tun als „nein“ zu sagen. Insgesamt hat mich die Zeit in Calais sehr geprägt. Meine Privilegien als weiße Europäerin sind mir bewusst geworden. Was man als Flüchtende/r bzw. Geflüchtete/r innerhalb der EU erleben muss, empört mich nachhaltig.

Persönlich ist es mir wichtig, meinen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Welt zumindest nicht in gleichem Tempo noch schlechter wird. Dazu gehören für mich Zuhören und Verste­hen, aber auch dass wir alle aus der eigenen Komfortzone rauskommen müssen. Deswegen bin ich bei der Roadshow dabei.