Priester in Konzelebration, Mitte: Diözesanpräses Pfarrer Suitbert Schellenberg

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Kolping – gelebte Verbindung

Trotz Corona-Einschränkungen kamen 200 Wallfahrer aus drei Bistümern zur 40. Thüringer Kolping-Wallfahrt nach Etzelsbach.

Bei seiner traditionellen Wallfahrt, diesmal wieder zum Ursprungsort in Etzelsbach, dachte das Thüringer Kolpingwerk am 6. September über aktuelle Sorgen in Kirche und Welt nach. Unter dem Leitwort "Kolping – gelebte Verbindung" nahmen die Vertreter von 17 Kolpingsfamilien des Bistums sowie der Nachbardiözesen Fulda und Hildesheim in Gebet und Fürbitte vor allem ihren Weltauftrag als Christen in den Blick.

So erinnerte Jubiläums-Prediger Prof. Dr. Georg Hentschel die vor der eingerüsteten Kirche versammelten Wallfahrer an den Verbandsgründer Adolph Kolping, der als Handwerker und Priester heute noch Vorbild sei. "Adolph Kolping war ein Mahner, wie der Prophet Ezechiel in der eben gehörten Lesung. Kolping hatte seine Zeit durchschaut, mit wachen Augen den Umbruch wahrgenommen und jungen Leuten Orientierung und Halt gegeben. Seine Kolpinghäuser wurden den wandernden Gesellen zur Heimat, zum Vaterhaus in der Fremde. Ja, Kolping ist die erste große, gelungene katholische Sozialinitiative zu danken. Wer sich ihm anschließt, wird deshalb darauf achten, dass die soziale Seite immer mitbedacht wird", so der Erfurter Kolpingpräses. Er wies ausdrücklich auch darauf hin, dass im Kolpingwerk die Laien stets besondere Leitungsverantwortung übernahmen. Dieses Beispiel könne in der Kirche von heute, so der Prediger, weiter Schule machen. "Möge uns dabei der Geist, der in Adolph Kolping gewirkt hat, nicht verlassen", meinte Professor Hentschel abschließend.

In den Fürbitten des Gottesdienstes, die Vertreter einzelner Kolpingsfamilien vortrugen, wurde insbesondere der aktuellen Nöte unserer Tage gedacht, vorallem der Beschwernisse, die mit der Corona-Pandemie verbunden sind und die oft zu sozialen Problemen führen.

Die Kollekte der 40. Kolping-Wallfahrt war für die Corona-Hilfe der deutschen Bischöfe sowie für die Renovierung der Etzelsbach-Kapelle, die seit dem Papstbesuch 2011 rege frequentiert wird, bestimmt.                                                                    

Text/Foto: Michael Meinung