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Gib dem Frieden Dein menschliches Gesicht

Augsburg: Diözesane Misereoreröffnung "Gib Frieden!" in Griesbeckerzell. Auch die Kolping Roadshow Integration war mit dabei!

Nur durch einen Dialog auf Augenhöhe ist eine friedliche Zukunft für uns alle möglich. Jede und jeder Christ ist dazu aufgefordert in der Nachfolge Jesu daran mitzubauen und so dem Frieden SEIN Gesicht zu geben. Diesen Appell richtete Domkapitular und Verbändereferent Dr. Wolfgang Hacker am 8. März in seiner Predigt an die Gottesdienstbesucher bei der diözesanen Misereoreröffnung in Griesbeckerzell bei Aichach.

Viele Gläubige aus Nah und Fern waren der Einladung zum Gottesdienst, dem Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier vorstand, gefolgt. „Gib Frieden!“, so das diesjährige Motto von Misereor, dem katholischen Werk für Entwicklungszusammenarbeit, stand im Fokus nicht nur des Gottesdienstes, sondern des gesamten Tages.

Die Federführung aus der Konferenz der Katholischen Verbände im Bistum hatte die Katholische Landvolkbewegung inne, welche mit dem Referat für Weltkirche in der Diözese die Veranstaltung mit der Pfarrei zusammen organisierte. An den bunten Bannerzug zur Schule folgte die Begrüßung der Gäste, allen voran von Misereor-Gast Claudette Azar aus Syrien, durch die Grundschulkinder aus Griesbeckerzell an. Vom Fastenessen gestärkt machten sich die Besucher auf zum Markt der Möglichkeiten, bei denen die einzelnen Verbände ihre Aktionen vorstellten. Beispielsweise konnte am Stand der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger erfühlt werden, welches internationale Jubiläum Kolping gerade feiert, und mit welcher Aktion das im Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg unterstützt wird.

Ein Bild über ein ebenfalls international brandaktuelles Thema konnten sich die Besucher am Infomobil „Kolping Roadshow Integration“ machen. Anhand von Videos, Anschauungsmaterialien etc. konnte man sich über einzelne Fluchtgeschichten und Möglichkeiten gelingender Integration informieren.   Auch Workshops wie ein offenes Singen oder eine Gesprächsrunde mit Claudette Azar, die von ihrer Arbeit mit Kindern in Syrien im Auftrag des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes berichtet, konnten besucht werden. Vera Heinz, Vorstandsmitglied für den Bereich „Verantwortung für die Eine Welt“ informierte ebenfalls in einem Workshop, wie in Indien Bildungsarbeit von Kolping in Augsburg seit über 30 Jahren betrieben wird und welche aktuellen Herausforderungen durch den Bau eines Bildungszentrums zu meistern sind.  Der Tag mündete in einem Friedensgebet mit Gesängen aus Taizé.

Die Kolping Roadshow Integration war bereits am Freitag vor der Misereoreröffnung an der Grundschule. Mit mehreren Klassen führten die mitgereisten Fachkräfte Workshops durch, in denen die Schülerinnen und Schüler zum Thema „Heimat“ oder „Flucht“ miteinander ins Gespräch kamen. Am Samstagvormittag machte das Mobil am Aichacher Stadtplatz Halt. Zusammen mit den Kolpingsfamilien aus Aichach und Oberbernbach sensibilisierten sie dort die Besucher für die Thematik.