Nach dem offiziellen Teil des Festabends tauschten sich die 30 Teilnehmenden in lockeren Kleingruppen über ihre Hoffnungen und Wünsche für eine zukunftsfähige Kirche aus.

Aus den Regionen

Beten um Berufungen

Kolpingwerk Diözesanverband Münster erinnert an die einjährige Initiative des Donnerstagsgebetes

Im März 2019 schloss sich das Kolpingwerk Diözesanverband (DV) Münster der Initiative „Schritt für Schritt – Gebet am Donnerstag“ aus der Schweiz an. Dass man nun das Einjährige bei einem kleinen Festakt mit rund 30 Gästen würdigte, hat seinen guten Grund. Denn mittlerweile haben sich über 70 Gruppierungen aus dem In- und Ausland dieser mittlerweile schon landläufig „Donnerstagsgebet“ genannten Initiative angeschlossen. Ulrike Göken-Huismann, Geistliche Leiterin der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) auf Bundesebene, war als Festtagsreferentin zu Gast.

In ihrer Begrüßung erinnerte Alexandra Damhus, Diözesanseelsorgerin des Kolpingwerkes DV Münster, an den Anlass dieser Bewegung: „2018 legten Wissenschaftler ihre Erkenntnis zum sexuellen Missbrauch von Priestern, Diakonen und männlichen Ordensleuten der Öffentlichkeit vor. Wütend, erschrocken und ohnmächtig reagierten viele Katholiken/-innen angesichts dieses fürchterlichen Ausmaßes.“ Dem ersten Gefühl der Ohnmacht folgte eine genaue Analyse, wie dieses überhaupt fernab der öffentlichen Wahrnehmung geschehen konnte. Mit dem Donnerstagsgebet werde in den Gemeinden und Institutionen auf leise, aber kontinuierliche Weise für die Erneuerung der Kirche gebetet.

Im Gottesdienst hielt Ulrike Göken-Huismann, Geistliche Leiterin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), die Festansprache. Sie ging auf das kürzlich veröffentlichte nachsynodale apostolische Papstschreiben „Querida Amazonia“ ein. „Hingabe und Zärtlichkeit sind wichtige Eigenschaften, aber doch nicht nur für Frauen, auch für Männer!“ Sehr engagiert rief Göken-Huismann den Zuhörenden zu: „Ja natürlich beten wir, gerade auch im Donnerstagsgebet, um Berufungen, und zwar für Männer und Frauen.“

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Text: Alexandra Damhus / Rita Kleinschneider
Bild: Nicole Drakkar