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Zukunftsforscher Jörg Heynkes spricht über die Welt von übermorgen

Der Autor und Unternehmer beschreibt in seinem Vortrag vor den Teilnehmern des Zukunftsforums anschaulich, in welchem Umfang die technologischen Transformationsprozesse weitreichende gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen werden.

Der Unternehmer, Zukunftsforscher und Berater Jörg Heynkes berichtet über die herausragenden technologischen Entwicklungen, die in den kommenden Jahren unsere Gesellschaft nachhaltig verändern werden. Es ist ein Blick in die Welt von übermorgen, in der humanoide Roboter, Drohnen, Schwarmmobile, virtuelle Welten und viele andere neue Technologien unseren Alltag prägen werden.

„Egal an welcher Stelle sie wirken, sie sind alle gleich davon betroffen“, so Henykes in Fulda. Die Frage sei nur, wie sich unsere Welt von übermorgen darstellen wird. Die Bedeutung Deutschland und Europas auf dem Weltmarkt im Vergleich zu Amerika und Asien schrumpfe. Die Auseinandersetzung mit dem digitalen Fortschritt, der unweigerlich kommen werde, ist laut Heynkes in Deutschland mangelhaft. Wir müssten begreifen, dass wir das Privileg haben, diesen Prozess aktiv mitzugestalten.

Er vergleicht die digitale Transformation mit dem Tsunami von Dezember 2004, dessen Wucht keiner hatte kommen sehen. Künstliche Intelligenz sei das Zentrum der vierten industriellen Revolution. Die Entwicklung von Robotern sei ein wichtiger Teil der Entwicklung, die er in der Bedeutung mit der Erfindung des Rades vergleicht. Wir werden erleben, dass Maschinen in Form von Robotern uns überall begleiten werden und uns das Leben erleichtern werden. Dies sei in fünf bis zehn Jahren so selbstverständlich wie heute der Staubsauger.  

Ernährung, Energie und Mobilität sind für Jörg Henykes die großen Themen der zukünftigen Wandlungsprozesse. In Bezug auf das Klima stellt er fest: „Wenn wir es jetzt nichts machen, ist es zu spät.“ Die Technologien für die Bewältigung aller dieser Probleme seien heute schon vorhanden, wir müssten diese nur intelligent nutzen. Auch unsere Arbeitswelten würden sich dramatisch verändern, es werde mehr Kooperation auf analoger und digitaler Ebene geben und eine Entwicklung hin zu flachen Hierarchien und Schwarmintelligenz. „Das haben wir immer schon so gemacht – das geht nicht mehr!“

Viele Menschen würden in den nächsten Jahren damit überfordert sein, ihren eigenen Transformationsprozess zu organisieren, die Kolping-Engagierten werden dabei die sein, die Hilfestellung leisten werden, spricht er an die Teilnehmer des Zukunftsforums gewandt. Wir müssten darauf achten, dass die Menschen im Zentrum dieser Entwicklung bleiben und uns kompetent und kreativ einbringen. Heynkes appelliert an die Mitglieder des Kolpingwerkes ihrerseits ebenfalls Zukunftsmacher zu werden und aktiv an der Gestaltung der sich rasant verändernden Welt mitzuwirken.