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Wir wollen gemeinsam und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen

Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung fordert unbürokratische finanzielle Unterstützung für gemeinnützige Familienferienstätten.

„Die Corona-Krise ist für die Familienferienstätten und deren Mitarbeitende existenzbedrohend geworden. Wir müssen nun mit aller Kraft sicherstellen, dass das Arbeitsfeld der Familienerholung auch weiterhin handlungsfähig ist“, sagt Dr. Hermann-Josef Tebroke MdB, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung. Die BAG FE begrüße die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Corona-Pandemie. Alle Schritte, die zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus nötig sind, müssten zügig angegangen werden.

Dennoch stehen die Häuser und ihre Mitarbeitenden durch das bundesweite Reiseverbot und die daraus resultierende Schließung der Häuser vor großen Herausforderungen. Durch behördliche Anordnungen von Landesregierungen oder Gesundheitsämtern müssen die Einrichtungen für die kommenden Monate schließen und für die Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragen. Durch Stornierungen, die bis in die Sommerzeit hineinreichen, kommt es zu erheblichen Einkommensverlusten.

„Schließungen von gemeinnützigen Familienferienstätten dürfen nicht zugelassen werden. Als Angebot der Kinder-und Jugendhilfe sind sie insbesondere für sozial belastete Familien unverzichtbar“, sagt Christina Borchert, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung. Aus diesem Grund ist die BAG FE heute mit einem Schreiben an die Bundesfamilienministerin Frau Dr. Franziska Giffey und den parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Herrn Thomas Bareiß herangetreten. „Es bedarf einer schnellen und unbürokratischen finanziellen Unterstützung für gemeinnützige Familienferienstätten, seien es Zuschüsse aus dem von der Bundesregierung geplanten Härtefallfond, Finanzhilfen aus dem sogenannten Wirtschaftsstabilisierungsfonds oder Liquiditätshilfen, wie sie auch für die Tourismusbranche greifen sollen“, betont Dr.Tebroke.

„Die BAG FE steht in dieser Zeit in besonderem Maße zusammen. Wir wollen gemeinsam und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen“, so Christina Borchert abschließend.

Über die Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung:

Mit bundesweit 88 gemeinnützigen Familienferienstätten fungiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung (BAG FE) mit Sitz in Köln als Dachverband für Häuser in katholischer, evangelischer und nicht konfessioneller Trägerschaft (Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreutz, Naturfreunde und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes). Seit über 70 Jahren stehen unsere Häuser für Familien in schwierigen Lebenslagen zur Verfügung. Die Familienerholung ist ein präventives Leistungsangebot der Kinder-und Jugendhilfe gemäß § 16 SGB VIII. Es unterstützt Eltern in der Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung und unterstützt Mütter und Väter ihren komplexen Alltag zwischen Familie und Beruf zu gestalten.

Sieben Kolping-Familienferienstätten gehören ebenfalls der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung an. Die Geschäftsführung der Bundesarbeitsgemeinschaft obliegt Christina Borchert, die zugleich Geschäftsführerin des Verbandes der Kolpinghäuser ist.

Weitere Infos unter: https://www.kolping-familienurlaub.de/ und unter http://www.bag-familienerholung.de

 

Bild links: Dr. Hermann-Josef Tebroke/ Manfred Esser