Aus den Regionen

Soziale Woche und Fairer Handel

Die Kolpingsfamilie Tauberbischofsheim und die KAB veranstalteten einen Vortragsabend zum Fairen Handel.

„Fairer Handel allgemein und speziell – Halten einer Partnerschaft in der Einen Welt“, lautete das Thema der Vortragsveranstaltung genau. Als Referent war Rainer Autsch vom Kolpingwerk Diözesanverband Würzburg eingeladen. Er gehörte bis Juli 2018 dem Bundesfachausschuss „Eine Welt“ an. Am Beispiel Kaffee erläuterte Autsch den Fairen Handel und brachte dabei auch persönliche Erfahrungen aus Kenia, dem Partnerland des Kolpingwerkes Diözesanverband Würzburg, ein.

Die größten Exporteure beim Kaffee-Anbau in den Ländern rund um den Äquator sind Brasilien, Vietnam und Kolumbien. Die meisten dieser Länder sind Entwicklungs- und Schwellenländer. Schwankungen in den Kaffeepreisen wirken sich oft dramatisch für ganze Regionen aus.

Anhand einer Grafik zeigte der Referent die Entwicklung des Kaffeepreises an der New Yorker Börse zwischen 1989 und 2017. Fairtrade schaffe stabile Einkommen für Kooperativenmitglieder durch feste Mindestpreise und langfristige Handelspartnerschaften. Weltweit gebe es rund 850.000 Fairtrade-Kaffeebauern. Wie Autsch erklärte, seien Fairtrade-Standards auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit aufgebaut und haben Kriterien für eine nachhaltige ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung. Es gibt spezifische Standards für Kleinbauernorganisationen, Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter, Vertragsbauern und Händler. Zu den wichtigsten Standardinhalten gehöre, dass sich die Produzenten zu einer Genossenschaft zusammenschließen müssen, damit sie Fairtrade-zertifiziert werden können. Der globale Klimawandel sei eine der größten Existenzbedrohungen für Fairtrade-Produzenten und ihre Umgebung.

Fairer Handel, sei nach Aussage des Referenten einer der „Königswege“ in der Entwicklungszusammenarbeit, denn er gebe den Produzenten den Stolz, statt Almosen einfach Ihren gerechten Lohn zu erhalten. Das Engagement der Produzenten werde durch höheres Einkommen belohnt.

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