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Neuer Vorstand, neuer Schwerpunkt

Wolfgang Gelhard ist der neue Vorsitzende der Kolping-Bildungsunternehmen. Die Mitgliederversammlung, auf der das Vorstandsteam gewählt wurde, war zugleich der Startschuss für einen zukunftsweisenden Prozess.

Die Corona-Pandemie hat es dem Verband der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland e.V. (KBU) in den vergangenen Monaten nicht gerade leicht gemacht. Trotz der Umstände sei er aber gut aufgestellt, stellte der bisherige Vorsitzende Werner Sondermann auf der Mitgliederversammlung 2020 im SeminarZentrum Rückersbach (Unterfranken) fest. Nun gebe er den Verband in „jüngere Hände“ ab.

Die gehören Wolfgang Gelhard, dem Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes Paderborn. Als Sprecher des KBU-Vorstands wird er nun ehrenamtlich auf Bundesebene unterwegs sein. „Die Kolping-Bildungsunternehmen sind ein gewichtiger überregionaler Player der Aus- und Weiterbildung in Deutschland“, sagt Gelhard. Er sei sich daher seiner gewachsenen Verantwortung im großen Kolping-Netzwerk bewusst. „Dass ich sie nun in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als Sprecher vertreten darf, ist eine große Herausforderung für mich, die ich gerne annehme.“

Zuvor wurde er in der konstituierenden Vorstandssitzung, die gleich nach der Mitgliederversammlung stattfand, einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Gleichberechtigte Stellvertreter sind Stefan Bothe (Kolping-Mainfranken GmbH), und Wolfram Kohler (Kolping-Bildungswerk im Erzbistum Bamberg e.V.). Der von den KBU-Mitgliedern gewählte neue Vorstand setzt sich neben Gelhard, Bothe und Kolhler aus Dr. Markus Feußner (Kolping-Berufsbildungswerk Hettstedt gGmbH), Ute Schmucker (Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V.) sowie Ulrich Vollmer (Kolpingwerk Deutschland) zusammen.

Mit großem Dank für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement verabschiedete die Mitgliederversammlung die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Werner Sondermann, Axel Möller, Frank Jelitto, Gerd Meyer und Thadäus König.

Ein wesentlicher Bereich der zukünftigen Vorstandsarbeit

Auf der Mitgliederversammlung wurde auch der Startschuss für den Prozess „Kolping-Bildung zukunftsfähig machen“ gegeben. Unter diesem etwas sperrigen Titel wird sich der Verband – neben strukturellen und organisatorischen Themen – intensiv mit der Zukunftsfähigkeit der Bildungsangebote und der Zusammenarbeit der Kolping-Bildungsunternehmen unter den geänderten Bedingungen nach Corona beschäftigen. Dieser Prozess wird einen wesentlichen Bereich der zukünftigen Vorstandsarbeit einnehmen.

Mit dem Vorsitzenden der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, MdB Uwe Schummer, diskutierten die Teilnehmer die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die freien Träger der beruflichen Bildung im Besonderen und den Arbeitsmarkt im Allgemeinen. Mit auf den Weg nach Berlin gaben die Kolping-Bildungsunternehmen Schummer die dringende Forderung nach einem Investitionszuschuss für digitale Projekte der Bildungsstätten der freien Träger der beruflichen Bildung und das Unterstützungsangebot der Kolping-Bildungsunternehmen bei fehlenden Ausbildungsplätzen – insbesondere im kaufmännischen und gewerblich/technischen Bereich. Denn dort werden ausreichende Kapazitäten durch die Kolping-Einrichtungen vorgehalten. Diese Forderungen sind nicht KBU-spezifisch, sondern wurden stellvertretend für alle freien Träger der beruflichen Bildung an das Parlament gerichtet.

"Mit Schaffenskraft und Schwung in die neue Dekade"

Der Vorstand werde sich als Team mit viel Herzblut und Tatkraft der Weiterentwicklung des Verbandes und der Zukunftsfähigkeit der vielfältigen Bildungsangebote einsetzen, sagte der neu gewählte Vorsitzende zum Abschluss der Versammlung: „Hand in Hand mit unseren Mitgliedsunternehmen werden wir Bereiche für eine effizientere Zusammenarbeit identifizieren, neue Geschäftsbereiche erschließen und unsere Bildung mit Wert gemeinsam in die Zukunft tragen. Wir gehen mit Schaffenskraft und Schwung in die neue Dekade.“

Foto: Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH