v.l.: Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, Reinhard Ockel, Mitglied des Kolping-Bundesvorstandes, Manuel Hörmeyer, stellvertretender Kolping-Bundesvorsitzender, Hans Peter Wollseifer, ZDH-Präsident, Karl-Sebastian Schulte, ZDH-Geschäftsführer.

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Neuer Arbeitskreis „Kolping und Handwerk“ vertieft Zusammenarbeit

ZDH und Kolpingwerk fordern Stärkung der „Assistierten Ausbildung“

Das Kolpingwerk Deutschland und der Zentralverband des Deutschen Handwerks vertiefen ihre seit jeher enge Zusammenarbeit durch einen neuen Arbeitskreis „Kolping und Handwerk“, der sich am 16. Oktober 2019 in Berlin konstituiert hat. Regelmäßig erfolgt künftig in diesem Arbeitskreis ein gemeinsamer Austausch über inhaltliche Positionen und über konkrete Formen der Zusammenarbeit.

Bei der ersten Sitzung des Arbeitskreises wurden u.a. die Bedeutung und Perspektiven des Jugendwohnens für das Handwerk diskutiert. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), und Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, setzten sich gemeinsam für eine bessere Förderung der Kolping-Jugendwohnheime ein. In Zeiten der Wohnungsnot in einigen Regionen Deutschlands seien die Kolping-Jugendwohnheime eine wichtige Unterstützung für junge Menschen in Ausbildung.

Im Arbeitskreis wurde zudem über die Zukunft der „Assistierten Ausbildung“ beraten. Beide Organisationen begrüßen die Absicht der Bundesregierung, das Instrument der Assistierten Ausbildung ab dem Jahr 2021 zu entfristen und fordern ein Angebot an ausbildungsbegleitenden Hilfen und Assistierter Ausbildung, das überall in Deutschland, auch in strukturschwachen ländlichen Räumen, erreichbar und qualitativ hochwertig ist. Bei der Zusammenarbeit sind auch die Handwerkskammern deutlich stärker einzubeziehen, um Synergieeffekte durch die Einbindung der Ausbildungsberatung zu erzielen.

Die Assistierte Ausbildung nimmt das Ausbildungsverhältnis als Ganzes in den Blick und unterstützt förderbedürftige junge Menschen und ihre Ausbildungsbetriebe bis zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Ergänzend zu den ausbildungsbegleitenden Hilfen, der betrieblichen Einstiegsqualifizierung und den  Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen bietet die Assistierte Ausbildung zudem ein flexibles Instrument am Übergang Schule - Beruf, so dass für jede individuelle Bedarfslage das passende Förderangebot bereit steht.