Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

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Neue Zahlen zu Flucht und Vertreibung vom UNHCR

Pünktlich zum Weltflüchtlingstag am 20.06.2021 erschien der Global Trends Report des UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen), der Zahlen und Fakten rund ums Thema Geflüchtete aus dem Jahr 2020 liefert.

Bis Ende 2020 gab es laut UNHCR etwa 82,4 Millionen gewaltsam Vertriebene weltweit infolge von Verfolgung, Konflikten, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen oder ernsthaften Störungen der öffentlichen Ordnung. Dies ist trotz der globalen Pandemie im letzten Jahr ein neuer Höchstwert. Aber nicht alle Menschen, die darunter gezählt werden, gelten als Geflüchtete. Laut des „Global Trends“-Berichts teilen sich die verschiedenen Gruppen wie folgt auf:

  • 26,4 Millionen Menschen sind Geflüchtete (20,7 Millionen unter dem Mandat des UNHCR und weitere 5,7 Millionen palästinensischer Geflüchteter unter dem Mandat des UNRWA)
  • Sowie 48 Millionen Binnenvertriebene
  • 4,1 Millionen Asylsuchende
  • und 3,9 Millionen venezolanische Vertriebene im Ausland

Auch interessant sind die Fluchtwege und Aufenthaltsländer, die im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung, nicht hauptsächlich in Europa enden.

  • 86% aller Aufnahmeländer liegen im globalen Süden
  • 73% aller Geflüchteter halten sich in Nachbarländern ihres Heimatlandes auf
  • Die drei Länder in denen sich 2020 die meisten Geflüchteten aufhielten sind: Türkei (3,7 Millionen), Kolumbien (1,7 Millionen) und Pakistan (1,4 Millionen)

Viele weitere Infos und Statistiken findet ihr im Global Trends Report unter https://www.unhcr.org/flagship-reports/globaltrends/.

Auch beim Kolpingwerk Deutschland steht dieses Thema bereits seit mehreren Jahren auf der Agenda. Das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete beschäftigt sich vor allem im Rahmen der Kolping Roadshow mit vielen Aspekten rund um den Themenkomplex Flucht, Migration und gesellschaftliche Teilhabe von und für geflüchtete Menschen in Deutschland und im Ausland. Hierzu dient das Infomobil der Roadshow sowie die angekoppelten Präsenz- und Online-Workshops als Basis für Austausch, Diskussion und Unterstützung zum aktiv werden.