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Kolpingwerk gratuliert neuer ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp

Mit großer Mehrheit ist Dr. Irme Stetter-Karp heute zur neuen Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gewählt worden. Sie folgt damit Prof. Thomas Sternberg nach, der nach sechs Jahren Amtszeit nicht erneut kandidiert hatte. Zu Vizepräsident_innen des ZdK wurden Birgit Mock, Claudia Nothelle, Wolfgang Klose und Thomas Söding gewählt.

"Wir freuen uns über die Wahl von Frau Irme Stetter-Karp, die sehr klar und überzeugend in ihrer Vorstellung war", sagt Klaudia Rudersdorf, stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland und Vertreterin des katholischen Sozialverbandnes im ZdK. "Sie übernimmt das verantwortungsvolle Amt in einer Zeit großer Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft. Wir wünschen ihr eine glückliche Hand und Gottes Segen für das Voranbringen der Reformanliegen der deutschen Katholiken und sind überzeugt, dass sie eine großartige Präsidentin für uns sein wird."

Irme Stetter-Karp hatte die Wahl zuvor „glücklich und mit tiefem Respekt vor dem Amt“ angenommen. Sie werde ihr Amt „mit Leidenschaft“ ausfüllen, versprach die promovierte Sozialwissenschaftlerin, Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Pädagogin. Bis zu ihrem Ruhestand im September 2020 arbeitete sie in verschiedenen Führungspositionen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, zuletzt als Leiterin der Hauptabteilung Caritas im Bischöflichen Ordinariat. Ehrenamtlich war sie als Vizepräsidentin im Deutschen Caritasverband und als Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge engagiert. Dem ZdK gehört sie seit April 2021 als gewählte Einzelpersönlichkeit an, zuvor war sie seit 2016 Vertreterin des Caritasverbandes im ZdK. Beim Synodalen Weg arbeitet sie bislang im Forum „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ mit. Als ZdK-Präsidentin wird sie künftig auch Präsidentin des Synodaler Weges sein und damit den Reformprozess der katholischen Kirche mit verantworten. Stetter-Karp freut sich auch darauf, im Mai 2022 den Deutschen Katholikentag in Stuttgart eröffnen zu können.

Geboren wurde Stetter-Karp 1956 in Ellwangen. Sie ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Ihr Engagement gilt seit langem einer sozial gerechten Welt - in einer nicht nur durch die Corona-Pandemie tief erschütterten Gesellschaft. Für das ZdK hat sie eine klare Vision, die aus diesem Engagement kommt: „Vor allen Einzelfragen ist die Frage der Solidarität in unserer Gesellschaft zentral“, sagt die neue Präsidentin. Das ZdK dürfe sich von binnenkirchlichen Debatten nicht völlig einnehmen lassen: „Wir können es uns nicht leisten, uns ins gesellschaftliche Abseits zu spielen.“ Gleichwohl misst sie dem Ergebnis des Synodalen Weges große Bedeutung zu: „Reformen sind unverzichtbar und überfällig. Sollten sie gelingen, dann haben wir mindestens die Chance, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen.“ Sozial engagiert bleibt Stetter-Karp aber: „Die Zukunftsperspektiven von Kindern und jungen Menschen müssen auf die Tagesordnung, auch beim ZdK. Die jungen Generationen werden in einer überalterten Gesellschaft wie der unseren leicht übersehen. Da müssen wir gesellschaftspolitisch mit starker Stimme gegensteuern.“

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat außerdem auf der heutigen Vollversammlung in Berlin Birgit Mock, Claudia Nothelle, Wolfgang Klose und Thomas Söding zu Vizepräsident_innen gewählt. Karin Kortmann, Dr. Claudia Lücking-Michel und Dr. Christoph Braß kandidierten nicht erneut zur Vizepräsidentschaft. Lücking-Michel und Braß waren 16 Jahre lang im Amt, Karin Kortmann 12 Jahre.

Foto: ZdK/Harald Oppitz