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Kolpingwerk fordert Schutz verfolgter Christinnen und Christen

Anlässlich der Kölner Gespräche 2022 erinnert das Kolpingwerk Deutschland an das Schicksal von Millionen Christinnen und Christen, die wegen ihres Glaubens diskriminiert, verfolgt und getötet werden.

Das Kolpingwerk Deutschland solidarisiert sich mit den weltweit verfolgten Christen und Christinnen und erwartet von den politisch Verantwortlichen in Deutschland sowie weltweit umgehend gemeinsame Anstrengungen zum Schutz der wachsenden Anzahl an Menschen, die aufgrund ihres christlichen Glaubens um ihr Leben fürchten müssen. In seiner Erklärung „Kolpingwerk fordert Schutz verfolgter Christinnen und Christen“ warnt der Bundesvorstand des Kolpingwerkes davor, dass angesichts der vielen politischen Krisenherde unserer Zeit die Verfolgungen aus dem Blickfeld geraten. Der neue Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Frank Schwabe müsse die besten Rahmenbedingungen für sein Handeln erhalten, damit die Bundesregierung aktiv auf die Einhaltung dieses unveräußerlichen Menschenrechtes hinwirken kann.

„Es ist dem Engagement einzelner Akteure sowie einiger bekannter Initiativen und Organisationen zu verdanken, dass das Schicksal der verfolgten Christinnen und Christen weiterhin ins Gedächtnis gerufen wird. Dieser Intention schließen wir uns an“, betont Ursula Groden-Kranich, Bundesvorsitzende des katholischen Sozialverbands. Eine genaue Beobachtung weltweiter politischer Entwicklungen gehört für das Kolpingwerk ebenso zum verbandlichen Selbstverständnis wie eine enge Vernetzung mit Christinnen und Christen in aller Welt.

Das Leid verfolgter Christinnen und Christen fordert unbedingtes Handeln der politisch Verantwortlichen in Deutschland, Europa und weltweit. Mit der Forderung nach einem besseren Schutz verbindet sich die Forderung nach allgemeinen Maßnahmen zugunsten der Religionsfreiheit, die immer auch die Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften einschließen muss.

Darauf verweist auch Volker Kauder, Hauptredner der diesjährigen Kölner Gespräche, zu denen das Kolpingwerk Deutschland unter dem Titel „Bedrängt, bedroht, verfolgt – Situation der Christenheit weltweit“ am 12. März 2022 (ab 15.30 Uhr) einlädt. Mit den Kölner Gesprächen greift das Kolpingwerk Deutschland seit vielen Jahren Fragestellungen aus Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche auf, die im Kontext seiner Arbeit als katholischer Sozialverband stehen. Gleichzeitig sollen mit der Veranstaltung Menschen innerhalb und außerhalb des Verbandes in einen Dialog gebracht werden. Seit 2006 wurden dazu jeweils Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Referierende gewonnen. Pandemiebedingt wird die Veranstaltung – wie schon im letzten Jahr – digital stattfinden. Miterlebt werden kann sie im Web-TV auf https://domradio.de/event/koelner-gespraeche-2022-03-12 sowie als Live-Stream auf www.kolping.de.

Die vollständige Erklärung „Kolpingwerk fordert Schutz verfolgter Christinnen und Christen“ gibt es hier.


Foto: Marian Hamacher