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Kolpingbruder und Ordensgründer seliggesprochen

Er war Handwerker, studierte dann Theologie und wurde Priester – wie Adolph Kolping. Der Selige Johann Baptist Jordan rief 1881 den Salvatorianer-Orden ins Leben.

Pater Franziskus Maria vom Kreuze, der Gründer der Salvatorianer-Ordens, ist am vergangenen Samstag in Rom seliggesprochen worden. 1848 wurde er in dem kleinen Schwarzwalddorf Gurtweil geboren und auf den Namen Johann Baptist Jordan getauft. Als Malergeselle wurde er Mitglied des katholischen Gesellvereins Waldshut. Von 1867 bis 1868 war er auf Wanderschaft und wohnte in dieser Zeit vermutlich im Augsburger Kolpinghaus.

Nach seinen Lehr- und Wanderjahren gab er seinem Leben eine Wende: der außerordentlich sprachbegabte Jordan besuchte das Gymnasium in Konstanz, studierte Philologie und Theologie in Freiburg im Breisgau und trat ins Priesterseminar in St. Peter im Schwarzwald ein. 1878 wurde er zum Priester geweiht und begab sich danach zur Fortsetzung seiner Studien nach Rom. Dort entwickelte er den Plan für eine „katholische Gesellschaft von Klerikern und Arbeitern im Weinberg des Herrn bei allen Völkern.“ Alle Menschen sollten Jesus Christus als den Heiland (lat. „Salvator“) der Welt kennen und lieben lernen. 1881 schuf er mit zwei anderen Priestern die „Katholische Lehrgesellschaft“, aus der sich die Salvatorianischen Gemeinschaften entwickelten. Mit Teresa von Wüllenweber (1833-1907) gründete er auch den weiblichen Ordenszweig der Salvatorianerinnen.

Jordan starb 1918 in Tafers in der Schweiz und wurde in der dortigen Pfarrkirche beigesetzt. Seine sterblichen Überreste ruhen seit 1956 im Generalat der Salvatorianer an der Via della Conciliazione unweit des Vatikans in Rom.

Foto: paterjordan.org/presse