Die ganze Kolpingsfamilie hilft mit

So sind wir

Kartoffeln für Mexiko

Die Kolpingsfamilie Verl verkaufte dieses Jahr Kartoffeln für den guten Zweck.

In der Kolpingsfamilie Verl drehte sich in diesem Jahr vieles rund um die Kartoffel: Im Frühjahr wurden im Rahmen einer Familienaktion die Erdäpfel auf einem 5.000 Quadratmeter großen Acker angepflanzt. Etwa 50 Kinder mit Eltern und Großeltern waren dabei und packten tatkräftig an.

Wegen des trockenen Sommers musste der ortsansässige Landwirt häufiger den Wassersprenger zum Einsatz bringen, damit es trotzdem eine gute Kartoffelernte gab: Denn der Erlös von 4.252,41 Euro aus den Kartoffeln kommt zu hundert Prozent dem Kolping-Entwicklungsverein „Mexiko-Hilfe“ zugute. Auch mit weiteren Sonderaktionen sammelt die Kolpingsfamilie Verl Geld, um die Finanzierung eines Schulsportplatzes in Nicaragua sicherzustellen.

Mit der Kartoffel Pflanz- und Verkaufsaktion, den Erlösen aus dem diesjährigen Schützenfest, Osterfeuer und Erdferkel-Essen, Murmelturnier, Sponsorenlauf und natürlich durch den Verkauf von Pulled Pork-Burgern auf dem Adventsmarkt ist die mehr als stattliche Summe zusammengekommen, die der Vorsitzende und sein Stellvertreter, Heinz Pollmeier und Herbert Rohkämper aus den Händen von Kassierer Peter Maasmeier und den beiden Vorsitzenden Josef Frickenstein und Klaus Siggemann entgegennehmen durften.

„Es war viel Arbeit, besonders für einzelne Mitglieder in unserer Kolpingsfamilie, aber es hat auch dazu beigetragen, dass wir als Kolpingsfamilie an sich wieder näher aneinandergerückt sind. Das ist mindestens genauso wichtig wie das finanzielle Ergebnis“, findet Josef Frickenstein. Neben dem Bau des Sportplatzes kann der Entwicklungshilfe Verein des Bezirksverbandes noch zwei weitere Projekte finanzieren, die sich die Kolpingsfamilie aus einem breitgefächerten Projekt-Katalog aussuchen konnte. In Mexiko soll am Projektstandort Ixcatla ein Gewächshaus für Anturien (Flamingoblumen) aus Bambus und Holz für die Aussaat der Beete errichtet werden. Kosten für die Aufbereitung des Geländes, Anschaffung von Substrat sowie Bambus und Arbeitskräfte beträgt 762,44 Euro. „Es handelt sich dabei um eine Bauernfamilie mit geringen Ressourcen, aber viel Erfahrung im Anbau und Verkauf von Blumen“, erklärt Ramona Linder, Referentin an dem Abend, aber auch beim Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn zuständig für das Ehrenamt und Entwicklungszusammenarbeit. Das Geld für das dritte Projekt ist als Anschubfinanzierung zur Gründung von drei neuen und bereits sieben existierenden Kolpingsfamilien in der Region Brunca in Costa Rica gedacht. Der Restbetrag von über 3.000 Euro geht an den Entwicklungshilfe Verein, der weitere Projekte in lateinamerikanischen Staaten unterstützen wird

Text: Marcus Tschakert