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Kardinal Marx eröffnet bundesweite Josefstag-Aktion

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, eröffnet am 11. März in München in einer Kolping-Einrichtung die bundesweite Aktion zum Josefstag.

Sie steht dieses Mal unter dem Motto "Faire Arbeit - Jugend braucht Perspektive". Mit dabei sind der Vorsitzende der Jugendkommission der Bischofskonferenz, der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, und der Vorsitzende des Sozialausschusses im bayerischen Landtag, Joachim Unterländer (CSU). Das katholische Hochfest des heiligen Josef ist am 19. März.

In der Einrichtung KOGA, dem Kolping Garten- und Landschaftsbau, sollen die Gäste einen Einblick in die Arbeitswelt der Jugendlichen bekommen. So gibt es die Möglichkeit, bei Pflasterarbeiten mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, wie es in der Ankündigung heißt.

In Deutschland ist die Integration in Arbeit eine wichtige Voraussetzung, um an allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen teilhaben zu können. Junge Menschen in faire Arbeit zu integrieren, sei daher ein vorrangiges Ziel der Jugendsozialarbeit, so die Ankündigung weiter. Vielerorts aber würden sie mit prekären Arbeitsverhältnissen konfrontiert. Dazu zählten befristete und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Zeitarbeit und Scheinselbstständigkeit in Werkverträgen.

Bundesweite dezentrale Aktionen finden am 18. und 19. März statt. Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit in Deutschland laden dann kirchliche Vertreter, Politiker sowie gesellschaftliche Verantwortungsträger ein. Einen Überblick über die Veranstaltungen gibt es unter www.josefstag.de. Der Josefstag ist eine Aktion des "arbeit für alle"-Vereins, einer Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, der Bischofskonferenz und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit.


Der heilige Josef, Bräutigam Marias, ist biblisch bezeugt. Er war laut Neuem Testament ein Zimmermann. Seit dem 10. Jahrhundert gibt es einen kirchlichen Gedenktag für ihn. Im 19. und 20. Jahrhundert erhob man ihn zum Fürsprecher der Arbeiter und Jugendlichen. In Bayern war der Josefitag bis 1968 gesetzlicher Feiertag.