Aus den Regionen

Ja zu einem Friedensprojekt

Kolping-Diözesanversammlung Erfurt blickte auf Europa - Bilanz der 19 Thüringer Kolpingsfamilien - Dank von Bistumsleitung, der "Region Ost" und der Stadt Erfurt

Ihr Ja zu einem freien, friedlichen und demokratischen Europa bekundeten die Vertreter von mehr als 500 Thüringer Kolpingmitgliedern auf ihrer diesjährigen Diözesanversammlung. Sie stellten sich damit hinter die engagierten Ausführungen des langjährigen Thüringer Europa-Abgeordneten Rolf Berend (Eichsfeld), der im Studienteil der Beratung über "Europa vor der Wahl" gesprochen und sehr anschaulich die vielen Vorzüge des geeinten Kontinentes hervor-gehoben hatte. Europa sei als Friedensprojekt und auch als Solidargemeinschaft alternativlos, so der Referent unter dem Beifall der Anwesenden.      

Für seine vielerorts sichtbaren Ideen und Taten erfuhr das Diözesan-Kolpingwerk am 6. April erneut große Anerkennung aus Kirche und Welt. So würdigte die Bistumsleitung in einem Brief an die Versammlung das Wirken der Kolpingsfamilien zum Wohle von Jugend, Familie, Senioren oder Eine Welt. Andreas Brock, Vorsitzender aller Kolping-Verbände der neuen Bundesländer, dankte für "verantwortliches Leben und solidarisches Handeln" der Thüringer Mitglieder und lud sie zum großen "Kolpingtag der Region Ost" am 15. Juni 2019 ins Kolping-Bildungswerk Hettstedt ein. Erfurts Sozialdezernentin Anka Hofmann-Domke dankte namens des OB inbesondere für die Arbeit in den beiden Kolping-Kindergärten der Stadt sowie im Thüringer Kolping-Bildungswerk.  

Im Jahresberichtsheft sowie in der Diskussion der Beratung in den Räumen des Bildungs-werkes wurden weitere gute Ergebnisse des Vorjahres bilanziert. So organisierte die Kolpingjugend bereits zum vierten Male Partnerschaftstage in der Ukraine und nahm mit viel Elan an der Europa-Diskussion des deutschen Jugendtreff "sternenklar" teil. Bei den traditionellen Kolping-Kindertagen in Heiligenstadt beschäftigten sich diesmal 33 Jungen und Mädchen kindgemäß mit Fragen des Umweltschutzes. Aber auch die Ergebnisse anderer Bereiche können sich sehen lassen: Über 2.800 Teilnehmer nahmen die Kolping-Angebote der offenen Erwachsenenbildung wahr. Allein bei den zwei Altkleidersammlungen im Eichsfeld wurden im Vorjahr 93 Tonnen gesammelt, wobei Kolping in ganz Thüringen insgesamt 480 Kleider-Container aufgestellt hat. Deren Erlös ist finanzielle Grundlage der Verbands- und Jugendarbeit sowie der Partnerschafts- und Katastrophenhilfe. Beim 68. Rumänien-Hilfstransport gingen diesmal wieder über 2.000 Weihnachtspakete an bedürftige Familien und soziale Einrichtungen in Rumänien.  

Dankesworte fand Diözesanvorsitzender Hans-Josef Kowarsch ebenso für das von Dr.Thadäus König geleitete Thüringer Kolping-Bildungswerk, das sich nach wie vor erfolgreich um benachteiligte Jugendliche sowie Suchtkranke sorgt und an seinen fünf Thüringer Standorten in Fragen beruflicher Aus- und Weiterbildung einen ausgezeichneten Ruf erworben hat. Geehrt wurden auf der Konferenz einige besonders einsatzfreudige Vertreter verschiedener Kolpingsfamilien. Dr. Elisabeth Weiß aus Suhl, die von ihrer Heimatstadt als erste Katholikin mit dem Titel "Verdienter Bürger Suhls" geehrt wurde, bekam unter viel Beifall der Versammlung einen Blumenstrauß überreicht.  

Text: Michael Meinung