Tamara Kieser in Peru bei der Generalversammlung 2017.

Tamara Kieser (25), DV Bamberg.

Harald Reisel und die "Möhre", das Kampagnenmobil.

Harald Reisel (38), DV Speyer.

Heinz Schlosser (71),rechts im Bild. DV Limburg.

Anna-Sophia Hornig (27), DV Augsburg.

Anna-Sophia Hornig mit Elisa im Zeltlager.

Kneipp & Kolping

Kolpingmagazin

Im Ehrenamt zuhause – Menschen brauchen Dank und Anerkennung

Ein Verband wie das Kolpingwerk Deutschland wird von seinen ehrenamtlich Engagierten getragen. Was motiviert die Freiwilligen? Wie kann der Einzelne mit den vielen Anforderungen und Erwartungen umgehen? Was kann das Kolpingwerk zum Gelingen des Ehrenamts beitragen?

„Neulich war ich bei einer alleinerziehenden, schwangeren jungen Frau, die ein Berufsverbot ausgesprochen bekommen hatte und keine finanziellen Reserven hatte. Meine Kolpingsfamilie und ich haben dann beschlossen, sie zu unterstützen. Die junge Frau war zu Tränen gerührt. Es macht mich einfach glücklich, wenn wir Menschen in Not helfen können“, erzählt Harald Reisel. Er ist stellvertretender Diözesanvorsitzender im Kolpingwerk Diözesanverband Speyer. Darüber hinaus ist er im Projekt „Begleiten und Beraten von Kolpingsfamilien“ (BuB) als Praxisbegleiter und Diözesanverantwortlicher engagiert. Auf Ortsebene ist Reisel zudem Vorsitzender der Kolpingsfamilie Dahn. Viele Aufgaben für eine Person! „Ich investiere schon circa zwei bis drei Stunden meiner Zeit pro Tag“, bestätigt Reisel. „Aber: Ehrenamt lohnt sich. Es gibt nichts Schöneres, als wenn man Menschen, denen es nicht so gut geht, im Rahmen eines ehrenamtlichen und sozialen Engagements durch eine Unterstützung wieder Freude im Leben bereiten kann.“

Ortswechsel hinein in den Diözesanverband Augsburg. In der Kolpingsfamilie Bobingen ist Anna-Sophia Hornig im Leitungsteam der Kolpingjugend aktiv und wirkt auch sonst im Vorstand mit. „Ich habe durch mein Ehrenamt tatsächlich sogar mein privates Glück gefunden und meinen Mann kennengelernt“, sagt sie lachend und fasst mit dieser Aussage im Grunde alles zusammen: Das Ehrenamt bereichert ihr Leben, webt ihr soziales Netz mit, und diese freiwillige Tätigkeit möchte sie niemals missen. Anna-Sophia hat dabei ein sehr vielfältiges Aufgabenspektrum: Sie organisiert Infonachmittage für Kommunionkinder und ihre Eltern, unterstützt Veranstaltungen und Projekte und leitet zusammen mit einer Freundin wöchentlich eine Mädchengruppe. Das alles passt nicht nur wunderbar zu der 27-Jährigen, sondern ist für sie trotz aller Anstrengung erfüllend und prägend.

Freude, Spaß und Gemeinschaft

Freude und Spaß an der Tätigkeit, Sinnstiftung durch gelebte Nächstenliebe sowie das Sammeln neuer Erfahrungen sind die Hauptgründe für das Ergreifen eines Ehrenamtes. Dazu kommt, dass man mit dem Engagement auch die eigenen Werte ausdrücken möchte, und sich engagiert, um etwas zu bewegen. „Und natürlich die Gemeinschaft“, vervollständigt Anna-Sophia Hornig die Motivliste für ehrenamtliches Engagement.

„Wir erforschen die Motivstruktur, warum sich ein Mitglied bei Kolping ehrenamtlich engagiert“, erläutert Victor Feiler, Referent für Gesellschaftspolitik im Kolping-Bundessekretariat in Köln, und bezieht sich damit auf eine Umfrage unter ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. An dieser bundesweiten Studie zum freiwilligen Engagement bei Kolping hatten sich 873 Personen beteiligt. Das Studienprojekt wurde vom Lehrstuhl für Sozial- und Organisationspsychologie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt unter der Leitung von Professorin Elisabeth Kals begleitet. Im Ergebnis zeigt die Umfrage, dass sich die meisten der teilnehmenden Engagierten regelmäßig engagieren und dies vor allem tun, um die eigenen Werte in Form von Engagement auszudrücken. Indem freiwillig Engagierte Nächstenliebe und Gemeinschaft leben, fördern sie soziale Gerechtigkeit und sammeln selbst viele Erfahrungen über andere Menschen und Situationen. Außerdem identifizieren sich die Befragten zumeist mit den Werten, für die Kolping steht. Sie beurteilen ihr verbandliches Engagement als sehr zufriedenstellend.

Dank und Anerkennung

„Ich übernehme Verantwortung, weil ich Spaß daran habe mit Menschen zusammen zu arbeiten“, äußert sich Heinz Schlosser. Und er bezieht sich dabei direkt auf den Gesellenvater. „Adolph Kolping hat doch mal gesagt: Es ist keine Zeit zu jammern, sondern es ist Zeit zum Handeln.“ Schlosser ist seit 54 Jahren im Vorstand der Kolpingsfamilie Hochheim am Main, davon 19 Jahre lang als Vorsitzender tätig: Früher in der Jugendarbeit, später als stellvertretender Vorsitzender und nun verantwortlich für die Gruppe 60plus, für die er Nachmittage zu verschiedenen Themen sowie Besichtigungen anbietet. Außerdem ist der 71-Jährige stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins des Kolping-Feriendorfes Herbstein/Vogelsberg. „Menschen brauchen Anerkennung und Dank, und das war mir bisher bei meinen Aufgaben auch wichtig“, erklärt Schlosser. Er selbst hat schon einige Auszeichnungen erhalten, zum Beispiel das Ehrenzeichen des Kolpingwerkes im DV Limburg, die Bürgermedaille in Gold der Stadt Hochheim am Main, den Landesverdienstorden am Bande des Landes Hessen und aktuell Ende April 2018 die Georgsplakette des Bistums Limburg. „Die Auszeichnungen habe ich immer entgegengenommen und dann den vielen Menschen gewidmet, die mich in den Jahrzehnten unterstützt haben.“

„Die Anerkennung für das Geleistete ist für jeden ehrenamtlich Engagierten wichtig“, erklärt Victor Feiler. „Da müssen wir auf zwei Bereiche blicken: den Verband und die Gesellschaft. Im Verband gibt es durch Ehrenzeichen-Verleihungen auf allen Ebenen – Kolpingwerk Deutschland, Diözesanverbände, Kolpingsfamilien etc. – gute Möglichkeiten, Anerkennung und Dank für die Engagierten greifbar zu machen. Das wird in der Regel auch stets positiv aufgenommen und ist für die Engagierten wirklich wichtig.“

Harald Reisel stimmt zu: „Ich denke, dass im Kolpingwerk und bei den Kolpingsfamilien die Wertschätzung der Ehrenamtlichen groß geschrieben wird. Und im Kolpingwerk gibt es schon viele Möglichkeiten, Ehrungen und Wertschätzung zu erfahren. Besonders wichtig ist aber oft auch ein Dankeschön, ein Lob nach einer gelungenen Aktion, gerade, wenn deren Umsetzung schwierig war.“

„Ich wurde auf der diesjährigen Diözesanversammlung mit dem silbernen Ehrenzeichen des Diözesanverbandes geehrt, und das obwohl ich erst 25 Jahre alt bin“, lacht Tamara Kieser, Mitglied des Diözesanvorstandes im Kolpingwerk Diözesanverband Bamberg und ehemalige Diözesanleiterin der Kolpingjugend. „Dies ist meiner Meinung nach eine klassische Weise, Anerkennung zu vermitteln. Aber im Grunde beginnt im Vorstandsbereich die Anerkennung bereits mit der Wahl seitens der Delegierten. Für mich war es zum Beispiel eine Anerkennung, als Delegierte nach Peru zur Generalversammlung fahren und im April 2018 ein Regionalforum mit moderieren zu dürfen.“

„Um das Ehrenamt in der Gesellschaft attraktiver wirken zu lassen, gehört es dazu, öffentlich darauf immer wieder aufmerksam zu machen. Das Kolpingwerk hat die Aufgabe, sich klar zu positionieren und auch Ideen in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Zum Beispiel ließe sich über eine steuerliche Berücksichtigung dieser Zeitspende diskutieren“, sagt Victor Feiler zur Wahrnehmung des Ehrenamtes in der Gesellschaft.

„Ich selbst erlebe die gesellschaftliche Wertschätzung des Ehrenamtes sehr positiv“, so Harald Reisel. „In meinem Berufsleben mache ich auch kein Geheimnis aus meinem Ehrenamt. Dies wird positiv aufgenommen. Jedoch merke ich auch, dass Ehrenamt in sozialen Bereichen besser ankommt als ein Ehrenamt in Kirchengemeinden.“

Gelungenes Ehrenamt bei Kolping

Warum bezeichnen so viele im Verband ehrenamtlich Engagierte diesen als ihr Zuhause? Denn circa 25.000 in Vorständen sowie auf überörtlichen Ebenen freiwillig engagierte Mitglieder, davon rund 5.000 junge Menschen, zeigen deutlich, dass sie gebraucht werden: Ohne sie würde es das Kolpingwerk in seiner existierenden Form nicht geben. Was gibt es im Kolpingwerk für Motivations- und Anregungsangebote für Ehrenamtliche – auch in Fällen, wo es einmal nicht mehr ganz so rund läuft?

„Planungen, genaue Aufgaben-Absprachen, Ämterbeschreibungen, Aufgaben-Verteilungen und Wissensvermittlungsangebote können dazu beitragen, konkrete Konflikte vor Ort zu beheben“, so Victor Feiler. Um konkrete Problemlösungsideen für die eigene Kolpingsfamilie zu identifizieren, gibt es beispielsweise „BuB“ mit seinen Praxisbegleiterinnen und -begleitern. Bei BuB geht es um die Zukunftsfähigkeit und Zukunftssicherung des Verbandes. Die Kolpingsfamilien und somit die einzelnen Engagierten benötigen Konzepte – zum einen, um ihre Zukunft gestalten zu können; zum anderen aber auch zur Lösung individueller Probleme. Da jede Kolpingsfamilie anders ist, gibt es jedoch keine Patentlösung. Im Verband werden für diese Beratung Praxisbegleiterinnen und -begleiter ausgebildet, die Kolpingsfamilien ehrenamtlich zur Seite stehen. „Ich habe als BuB-Praxisbegleiter schon einige Kolpingsfamilien unterstützt“, berichtet Harald Reisel. „Jeder Einsatz vor Ort ist anders. Aber eines ist immer gleich: Die Vorstände sind dankbar für den Blick von außen von einer neutralen Person.“ Oft könnten Probleme im Alltag nicht erkannt werden. Durch gezielte Fragen könne man auf Probleme und entsprechende Verbesserungen hinwirken. Ehrenamtlichen würden zum Beispiel Erfolgserlebnisse helfen: Wenn sie aus einer Anregung ein Projekt gestartet haben und dieses erfolgreich verläuft, entwickeln sie Begeisterung für weitere Aktionen. „Auch tolle gemeinschaftliche Events, wie zum Beispiel der Kolpingtag 2015, sind für Engagierte eine wertvolle Motivation: Sie merken dabei, dass sie mit ihrem Ehrenamt nicht alleine da stehen, und können von wertvollen Begegnungen berichten“, sagt Reisel.

In der Erzdiözese Freiburg wurde im vergangenen Jahr eine sozialwissenschaftliche Ehrenamtsstudie durchgeführt. Eines der Ergebnisse ist, dass das Engagement immer auch von den Menschen, dem sozialen Umfeld der Engagierten abhängig ist: Der Kontakt zu und die Gemeinschaft mit anderen sind es, welche von sehr vielen Ehrenamtlichen als absolut wichtig und entscheidend erachtet werden. Bei Kolping wird dies auch oft mit dem sogenannten Kolping-Gefühl beschrieben. „Es ist extrem wertvoll, in einem Team arbeiten zu können, in dem man sich gegenseitig wertschätzt und respektiert“, sagt Tamara Kieser. Und Anna-Sophia Hornig beschreibt ihre Affinität zu Kolping so: „Zu Kolping gekommen bin ich durch meine Familie – der Familiengedanke ist es auch, der mich an Kolping fasziniert. Das generationsübergreifende Arbeiten, jungen Menschen eine Heimat zu geben, sich ausprobieren und Lebenserfahrung sammeln zu dürfen. Gelebter, christlicher Glaube, der ganz vielseitig sein kann im Kolpingalltag. Jeder ist bei Kolping willkommen, und man kann sich mit seinen Stärken und Ideen einbringen. Darüber hinaus lernt man viele tolle Leute kennen und knüpft Kontakte auf der ganzen Welt.“

Ein Ehrenamt hält fit

„Rein rechnerisch könnte man allein durch Ehrenämter die Streichung einer ganzen Reihe von Langzeitmedikationen ausgleichen“, lautet eine gewagte These des Neurologen Manfred Spitzer. Seiner Theorie nach leben Helfende länger. Und mit Hilfe einiger Studien belegt er: In sozialen Netzwerken lebende Menschen, die anderen Menschen helfen, lebten im Vergleich länger als ausschließlich Hilfe Empfangende.„Ich denke, eine allgemeine Aussage zur Langzeitmedikation und Ehrenamt ist nicht möglich“, äußert sich Harald Reisel dazu kritisch. „Dazu sind die Krankheiten, die damit behandelt werden, zu unterschiedlich. Wenn zum Beispiel eine Depression so richtig ausgebrochen ist, wird es schwierig ohne ärztliche Hilfe wieder daraus auszubrechen. Dann wird auch eine Motivation zum Ehrenamt schwierig. Aber ich glaube, wenn man eine ehrenamtliche Aufgabe hat und damit anderen Menschen helfen kann, hilft diese Lebensaufgabe einem selbst dabei, weniger anfällig zu sein für depressive oder andere Krankheiten.“ Und Heinz Schlosser meint: „Das Ehrenamt hält mich fit, weil die Menschen so dankbar dafür sind, dass etwas angeboten wird, wo sie sich treffen und in Gemeinschaft etwas erleben können.“

Freiwilliges Engagement trägt zu mehr Lebenszufriedenheit und positiver Stimmung bei, ist auch das Ergebnis einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Cooperation and Development – OECD). Beobachtet wurde dabei, dass Freiwillige eher gute körperliche und geistige Gesundheit genießen und zu einer geringeren Sterblichkeitsrate tendieren als nicht freiwillig Engagierte. In der Summe ist es bei diesen Beobachtungen aber auch wieder das sich im Ehrenamt bildende soziale Netz, das die Engagierten gerade in Stresssituationen auffangen kann und damit das Krankheitsrisiko verringert. Besonders im Alter profitieren Ehrenamtler gesundheitlich vom Engagement. Und in einer Langzeitstudie aus Großbritannien wurde ermittelt, dass der positive Effekt auf die Gesundheit durch das Ehrenamt von der persönlichen Erfolgswahrnehmung abhängt: Wenn das Ehrenamt als sinnstiftend empfunden wird, steigt das Wohlbefinden. So verwundert es auch nicht, dass Ehrenamtliche ihre Lebensqualität insgesamt höher einschätzen als Befragte, die kein Ehrenamt ausüben.

„Es ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen, dass das Ehrenamt die psychische Gesundheit langfristig fördern kann. Dies hängt natürlich eng mit dem persönlichen und individuellen Glück zusammen, das man bei seiner ehrenamtlichen Arbeit erfährt. Es macht den Menschen einfach glücklich, seine kostbare Zeit ehrenamtlich für eine gute Sache einzusetzen“, resümiert Tamara Kieser, die an der Hochschule Coburg im sechsten Semester „Integrative Gesundheitsförderung“ studiert. Sie möchte zum Thema „Ehrenamt und Gesundheitsförderung“ auch ihre Bachelorarbeit schreiben.

Wenn jemand sein Ehrenamt aufgibt oder kürzer tritt, liegt das – von gesundheitlichen Gründen einmal abgesehen – oftmals an kommunikativen Defiziten: Arbeit wird als ungerecht verteilt empfunden, der Informationsfluss zwischen verschiedenen an der Sache Beteiligten funktioniert nicht richtig, man kommt mit bestimmten Personen nicht klar oder hat an Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten eingebüßt. Und wie in allen Lebensbereichen, gehört es auch im Ehrenamt dazu, einschätzen lernen zu müssen, wann es genug ist. „So viel Stress zu erleben, dass die Gesundheit leidet, ist in jedem Fall möglich, auch im Ehrenamt“, sagt Tamara Kieser. „Dies erfolgt zum einen meist aus Terminfülle, Termindruck oder dem Druck, den man sich selbst macht, da natürlich jede Veranstaltung ein Erfolg werden soll.“ Es gibt aber auch Gegenmaßnahmen: Man sollte sich bewusst Zeit für sich selbst nehmen und darüber hinaus lernen, „Nein“ zu sagen. „Natürlich engagiert man sich ehrenamtlich, weil es Spaß macht. Sollte ein Ehrenamt aber keinen Spaß mehr machen, sollte man das Gespräch z.B. mit seinen Vorstandskollegen suchen und mit diesen offen kommunizieren. Denn es findet sich oft eine Lösung für ein Problem, wenn man nur darüber spricht. Dies hat dann auch wieder etwas mit Wertschätzung und Anerkennung zu tun.“

Für Stressfälle gibt es in der Kolping-Welt übrigens weitere Hilfsangebote. „Wir sind bei Kolping einfach ein total vielfältiger Verband. Die KurOase in Bad Wörishofen in Kooperation mit dem Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg und dem Kolpingwerk Diözesanverband Bamberg zum Beispiel bietet allen, die auf der Suche nach einer Pause sind, einen guten Rückzugsort – dies ganz im Sinne von Sebastian Kneipp und Adolph Kolping“, sagt Tamara Kieser und lädt herzlich zu den „Kolping & Kneipp“-Tagen nach Bad Wörishofen ein. Gut erholt könne ein jeder nach der KurOase wieder voller Elan durchstarten, unter anderem in seinem Ehrenamt. „Gott stellt jeden dahin, wo er ihn braucht“, sagte unser Gesellenvater. Ein Zitat von Adolph Kolping, das bleibt!

 


Ergebnisse der Ehrenamtsumfrage – Die jeweiligen Top 

Motive für das Engagement:
1. Wunsch, mit dem Engagement persönliche Werte auszudrücken
2. Förderung sozialer Gerechtigkeit durch das Ehrenamt
3. Erfahrungen über andere Menschen und Situation sammeln;
Erweiterung der eigenen Fähigkeiten;
Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen

Ursachen für Konflikte:
1. Ungerechte Verteilung der Arbeit
2. Wenig respektvolle Behandlung;
geringes Interesse an den Erfahrungen/Meinungen Engagierter
3. Unterschiedliche Ansichten über die Ausführung von Tätigkeiten

Engagement-Barrieren:
1. Begrenzte Zeitreserven
2. geringe gesellschaftliche Wertschätzung
3. Erwerbsarbeit

Den kompletten Ergebnisbericht zur Ehrenamtsumfrage findest Du hier.

 


Kolping & Kneipp

Der „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp und der Gesellenvater Adolph Kolping: Beide waren leidenschaftliche Priester und für beide stand der Mensch im Mittelpunkt ihres Wirkens. Sie waren bedeutende Visionäre ihrer Zeit. Vergleicht man den Lebenslauf Kneipps mit dem des Gesellenvaters, lassen sich Gemeinsamkeiten feststellen: Beide setzten sich zum Beispiel gegen Widerstände für ihre Mitmenschen ein. Obwohl Kneipp und Kolping zur selben Zeit gelebt haben, haben sie sich persönlich nie kennengelernt. Es ist jedoch überliefert, dass Sebastian Kneipp von der Idee und der Arbeit Adolph Kolpings begeistert war. Kneipp war 1897 Gründungsmitglied der Kolpingsfamilie Bad Wörishofen. Das Angebot „Kolping & Kneipp“, vom 31.5. bis 3.6., findet in der KurOase Bad Wörishofen statt; die KurOase befindet sich nämlich in einem Teil des Dominikanerinnenklosters, in dem Kneipp seine Therapie entwickelt hat. Das Seminar ist ein gezieltes Angebot für Engagierte, ihre Gesundheit zu stärken und persönliche Stressbewältigungsstrategien zu entwickeln. Begleitet wird diese Einheit von Tamara Kieser, Vorstandsmitglied im Kolpingwerk DV Bamberg und angehende Managerin für angewandte Gesundheitswissenschaften. Weitere Infos zu dieser Veranstaltung gibt es hier.


Text: Alexandra Hillenbrand
Fotos: Barbara Bechtloff (1), privat