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Exklusivvorstellung in Fulda

Das Highlight des Jubiläumsjahres 150 Jahre Kolpingwerk Diözesanverband Fulda stellte die Open-Air-Kolping-Exklusivvorstellung von „Bonifatius – Das Musical“ auf dem Domplatz in Fulda dar.

1.500 Kolpingschwestern und -brüder aus ganz Deutschland, über 60 Banner, die beim bewegenden Einzug vor barocker Kulisse Flagge zeigten, eine hochkarätige Talkrunde und nicht zuletzt das Bonifatius-Musical, das Kenner als europäische Spitzenklasse bezeichnen: Der Domplatz in Fulda wurde zur Freilichtbühne mit Live-Orchester und großem Konzertchor. Und im Vorfeld der Aufführung gab es ein Rahmenprogramm des DV Fulda – für alle Kolpinger mit echtem Kolping-Spirit.

Diözesangeschäftsführer Steffen Kempa und Verbandsreferentin Melanie Möller begrüßten die Gäste zu einer Talkrunde zum Thema „Kolping trifft Bonifatius“. Über die beiden Persönlichkeiten Adolph Kolping und Winfried Bonifatius sprachen sie mit dem Fuldaer Bischof Michael Gerber, dem Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU), dem Komponisten Dennis Martin und dem Kolping-Diözesanvorsitzenden Josef Richter. Auf die Frage, was die Kirche heute tun könne, um Bonifatius Beispiel zu folgen, der fast einen ganzen Kontinent für den christlichen Glauben begeisterte, antwortete Bischof Gerber: „Wenn ich Feuer in anderen entzünden will, muss ich dorthin gehen, wo sie sind, so wie Bonifatius es getan hat.“ Die Verbände sieht Bischof Gerber heute als Fackeln und Leuchttürme in Kirche und Gesellschaft. Bonifatius sei zudem mutig gewesen, indem er in eine ihm fremde Kultur gegangen sei. Selbst im hohen Alter sei er immer wieder neu aufgebrochen. Bonifatius und Adolph Kolping gingen mutig ihren Weg, um gegen Missstände in ihrer Zeit vorzugehen – auf der Basis des christlichen Glaubens.

Das Bonifatius-Musical begeisterte die Anwesenden: Einer der Höhepunkte darin war das Lied „Wir sind das Salz der Erde und das Licht der Welt“, bei dem die gesamte Domfassade durch Lichtprojektionen mit einbezogen wurde. Bischof Michael Gerber zeigte sich in einem Beitrag in der Kirchenzeitung „Bonifatiusbote“ sehr bewegt von den zukunftsweisenden Botschaften, die das Musical enthält: Eine Kirche, die Verantwortung für die Verfehlungen in ihren Reihen übernimmt, eine heidnisch-germanische Religion, die auch im Musical keine wirkliche Alternative zum Christentum bietet, die befreiende Botschaft der christlichen Religion und das Schriftwort, aus dem Bonifatius lebt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt...“ Dies zeige auf, welchen Sendungsauftrag die Kirche heute habe.

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