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Eindrücke der JPPW 2019

Die Teilnehmenden der Jugendpolitischen Praxiswoche (JPPW) blicken auf eine bewegte Woche im politischen Berlin zurück.

Vom 24. bis 29. November 2019 hatten 16 junge Erwachsene die Gelegenheit, eine Woche lang im Deutschen Bundestag zu hospitieren. Dazu war jeder Praktikant einem Mitglied des Bundestages (MdB) zugeordnet. Die meisten teilnehmenden MdBs gehören dem Kolpingwerk an.  

Die gesamte Woche hindurch waren die Praktikanten in die alltäglichen Arbeitsabläufe in den Abgeordnetenbüros eingebunden, konnten ihren MdB zu Sitzungen begleiten und die Plenarsitzungen von der Besuchertribüne des Bundestages aus verfolgen.

Neben der Mitarbeit in den Abgeordnetenbüros gab es auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Rahmenprogramm. Gleich zu Beginn der Woche fand ein Treffen mit Angela Merkel statt. Dabei informierten die Teilnehmenden die Bundeskanzlerin über die JPPW und überreichten ihr ein Geschenk. Weiteres Highlight der Woche war ein fast einstündiges Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der zum gemeinsamen Austausch in sein Ministerium an der Friedrichstraße einlud. Das Gespräch mit Spahn, der auch Kolpingmitglied ist, kreiste vor allem um gesundheitspolitische Themen. Die Teilnehmenden interessierte unter anderem Spahns Einsatz zur Reform des Systems der Organspende.

Auch der zur Tradition gewordene Besuch im Bundesministerium der Finanzen war in diesem Jahr wieder fester Bestandteil des Programms. Außerdem lernten die Teilnehmenden während eines Stadtrundgangs mit Lobby Control positive und negative Aspekte von Lobbyarbeit kennen.

Weitere Gesprächspartner während der Praxiswoche waren Bundessekretär Ulrich Vollmer und Ursula Groden-Kranich, Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland. Im Gespräch mit den Teilnehmenden hob Ulrich Vollmer das Engagement des Kolpingwerkes in gesellschafts- und sozialpolitischen Fragen hervor. Beim Austausch mit Ursula Groden-Kranich ging es sowohl um persönliche als auch um politische Fragestellungen.   

Den Abschluss der Woche bildete ein gemeinsames Frühstück mit den „Kolping-MdBs“ Peter Aumer, Michael Donth, Marie-Luise Dött, Ursula Groden-Kranich, Thomas Hacker, Alois Karl und Max Straubinger. Dabei ging es unter anderem um die Zukunft des Bildungssystems, den Spagat zwischen Regulierung und Selbstbestimmung beim Verbraucherschutz und die Bedeutung gesellschaftlichen Engagements.

Für die Teilnehmenden war es ein einmaliges Erlebnis, so nah am Puls der deutschen Politik zu sein. Peter Gerhardt, angehender Student aus Hessen, fasst seine Eindrücke so zusammen: „Die JPPW ermöglicht einen Einblick hinter die Kulissen der Politik in Berlin. Egal ob man politisch interessiert ist oder nicht, diese Woche ist unglaublich bereichernd!“
Jannika Jerger, Schülerin aus Baden-Württemberg, ergänzt: „Die JPPW war für mich eine sehr gelungene Woche, die mich sehr überrascht und einen besseren Einblick in die nationale Politik gegeben hat.“

Die JPPW fand in diesem Jahr zum 18. Mal statt. Geleitet wurde sie vom Jugendpolitischen Bildungsreferenten des Kolpingwerkes, Alexander Suchomsky, und Hans Gerhardt, Leiter der Arbeitsgruppe heute für morgen der Kolpingjugend. Sie wird auch im kommenden Jahr wieder ein fester Punkt im Jahresprogramm der Kolpingjugend im Kolpingwerk Deutschland sein.