Rosalia Walter, Geistliche Leiterin des Kolpingwerkes Deutschland, und Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte

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Der Mensch im Mittelpunkt

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche St. Blasius ist in Fulda das bundesweite Zukunftsforum zu Ende gegangen.

Der Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Blasius bildete den Abschlusspunkt des bundesweiten Zukunftsforums. Bei strahlendem Sonnenschein haben sich dazu zahlreiche Engagierte auf den Weg in die Kirche gemacht. Mit dabei: Bannerträger mit ihren Bannern aus den verschiedensten Regionen, Diözesanverbänden, Bezirksverbänden und Kolpingsfamilien in Deutschland.

„Es ist sicher kein Zufall, dass das Zukunftsforum am Wochenende des vierten Fastensonntags stattgefunden hat“, sagte Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte zur Begrüßung. „Denn dieser Fastensonntag steht unter der Überschrift Laetare! Freue dich!“ Die große Beteiligung und das Engagement der Anwesenden, sich für die Zukunft des Verbandes einzubringen, sei auch ein guter Grund zur Freude, so Holtkotte weiter.

Das Evangelium handelte vom wohlbekannte Gleichnis des verlorenen Sohnes: Zu dem Vater, der seinen jüngsten, Selbstfindungstrip-gebeutelten Sohn nach dessen Rückkehr mit offenen Armen willkommen heißt – und daraufhin dem braven älteren, daheimgebliebenen Sohn, der sich eifersüchtig zeigt, die Leviten liest. „Der Vater, der auf das Herz sieht, umarmt den Verlorenen und redet streng mit dem Daheimgebliebenen“, erläutert Josef Holtkotte. Aber er baue dem Älteren auch wieder eine Brücke: „Du bist mein Sohn und bleibst es. Die Rückkehr des anderen nimmt dir nichts weg. Mein großes Geschenk an euch beide ist es, dass ihr von mir angenommen seid. Denn ihr seid beide meine Kinder. So wie dieser Vater ist Gott zu uns Menschen.“ Was können die Anwesenden, was kann das Kolpingwerk von diesem Evangelium für das Zukunftsforum bzw. den Zukunftsprozess „Kolping Upgrade… unser Weg in die Zukunft“ insgesamt mitnehmen?

„Es geht in allem, was wir tun, um Menschen. Gott geht es um die Menschen. Kolping – in all seinen Facetten, Gliederungen, Einrichtungen – geht es immer um die Menschen“, sagt Josef Holtkotte. Was das für die verbandliche Zukunft bedeuten könne? „Es geht nicht um ein Beharren auf Althergebrachtem oder um ein Erzwingen von Veränderungen. Es geht um ein Miteinander, um ein Aufeinanderhören und ein Verstehenwollen. Es geht um Entscheidungen, die – an Adolph Kolping orientiert – gute Wege aufzeigen. Es geht um Identität und Entwicklung.“ Die Orientierung an unserem Gesellvater schafft Vertrauen: Er hat die Menschen angesprochen, sie ermutigt und in ihren persönlichen Lebenssituationen begleitet. „Ohne Ideale verkümmert die Gesellschaft, ohne Glauben liefert sich der Mensch dem Menschen aus. Im Kolpingwerk gehen wir Wege, die ermutigen“, schließt der Bundespräses. „Dazu wünsche ich uns viel Kraft, Freude, Gottvertrauen und Mut. Es ist der Mut in unserem Zukunftsprozess, mit Respekt vor der Vergangenheit in der Betrachtung der Gegenwart an einer tragfähigen Zukunft zu bauen.“

Mit Hoffnung und Mut im Gepäck reisen nun die Engagierten und Interessierten wieder aus Fulda ab und werden sich weiter auf den Weg in die Zukunft des Verbandes begeben.

Die Bildergalerie zum bundesweiten Zukunftsforum und alle Informationen findest Du hier.    

Im Anhang dieser News kannst Du Dir die Predigt im Wortlaut als PDF herunterladen.