Tageszusammenfassung der Weihe von Pfarrer Josef Holtkotte zum Weihbischof in Paderborn vom Erzbistum Paderborn

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Josef Holtkotte empfängt Bischofsweihe

Der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland ist im Hohen Dom zu Paderborn zum Bischof geweiht und als Weihbischof im Erzbistum Paderborn eingeführt worden.

Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes mit zahlreichen Gästen aus Gesellschaft, Politik und Kirche ist Bundespräses Josef Holtkotte am heutigen Sonntag zum Weihbischof im Erzbistum Paderborn geweiht worden. Im hohen Dom zu Paderborn spendete Erzbischof Hans-Josef Becker das Weihesakrament; Mitkonsekratoren waren Weihbischof Matthias König und Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB. Am 23. Juni 2021 hatte Papst Franziskus den 58-jährigen Priester und bisherigen Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland zum Titularbischof von Simingi und neuen Weihbischof im Erzbistum Paderborn ernannt. Damit folgt Josef Holtkotte dem im September 2020 emeritierten Weihbischof Hubert Berenbrinker nach. Für Holtkotte ist es eine Rückkehr in sein Heimatbistum.

In seinen bisherigen Aufgaben habe er die Liebe Gottes erfahrbar machen und mit den Menschen Glaubenswege suchen und gehen wollen, erklärte Holtkotte in seinen ersten Worten als neuer Weihbischof. Kirche müsse aus der Gegenwart Gottes leben und das Leben der Menschen ernstnehmen. "Nur dann kann sie Weg und Bewegung sein und einen Glauben verkünden, der vertrauensvoll, getröstet und froh leben lässt", so Holtkotte. Als bischöflichen Wahlspruch suchte Holtkotte sich einen Satz aus dem Lukas-Evangelium aus: "Da wurden ihre Augen aufgetan." (Lk 24,31). Diese Worte drücken Holtkottes tiefe innere Verbindung zu dieser biblischen Erzählung aus. Auch seine Insignien - Bischofsring, Biaschofsstab und Mitra - sowie sein Wappen sind von den biblischen Emmaus-Jüngern auf ihrem Weg mit dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus geprägt. Auf dem Bischofsstab von Holtkotte sind auch der heilige Josef als Namenspatron und der selige Adolph Kolping als Wegbegleiter und Wegweiser abgebildet.  

Kolpingbruder von klein auf

1963 ist Josef Holtkotte in Castrop-Rauxel geboren. In Paderborn und Wien studierte er nach dem Abitur Philosophie und Theologie und wurde 1990 zum Priester geweiht. Es folgten Jahre als Vikar in Verl und Paderborn, später wurde er Pfarrer der Bielefelder Innenstadtgemeinde St. Jodokus und gleichzeitig Studierendenseelsorger. Schon früh schlug sein Herz für Kolping, er gehört seit früher Jugend der Kolpingsfamilie Heilig Kreuz in Castrop-Rauxel an. Von 1997 bis 2005 fungierte er als Diözesanpräses des Kolpingwerkes Diözesanverband Paderborn. Zum hauptamtlichen Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland wurde er dann im Jahr 2012 gewählt. Damit war er für die geistliche Leitung des generationsübergreifenden katholischen Sozialverbandes mit seinen bundesweit mehr als 220.000 Mitgliedern verantwortlich. Zugleich war er als Europapräses tätig und Mitglied des Generalrates von Kolping International.

„Kirche als Weggemeinschaft zu verstehen, die aus der Gottesgegenwart lebt und die Kraft hat, Menschen in Bewegung zu bringen“ – dazu möchte Josef Holtkotte seinen Beitrag leisten. Auch bei Kolping setzte er sich lange dafür ein, dass die geistliche Leitung als eigenständiges Amt begriffen wird, das von Frauen und Männern wahrgenommen werden kann. Dieser Prozess benötigt seiner Einschätzung nach viel Zeit, Geduld und Kraft. Als Bundespräses war er Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) sowie der Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland – und auch als Weihbischof wird er die Zukunft der katholischen Kirche nicht nur im Erzbistum Paderborn, sondern auch in Deutschland mitgestalten.