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Ausbildungschancen in Corona-Zeiten erhalten

Kolping fordert zeitnah bessere berufliche Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen

In einer gemeinsamen Erklärung betonen das Kolpingwerk Deutschland, der Verband der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland e.V. und der Verband der Kolpinghäuser e. V. die gesellschaftliche Verantwortung dafür, allen jungen Menschen unabhängig von ihren Startbedingungen eine gute Lebensperspektive zu eröffnen.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat sich Kolping für die Unterstützung und den Erhalt der Chancen junger Menschen in der Berufsvorbereitung und zu den aktuellen Anpassungserfordernissen des Ausbildungsmarktes eingesetzt. Der Shutdown des öffentlichen Lebens hat besonders massive Auswirkungen auf die Ausbildungschancen von jungen Menschen. Auch Einrichtungen von Kolping sind vielfach von den Auswirkungen der aktuellen Pandemie betroffen. Aufgrund von behördlichen Allgemeinverfügungen und Rechtsverordnungen mussten die bundesweit 228 Kolping-Bildungseinrichtungen den Präsenzunterricht vorübergehend einstellen. Auch die 40 gemeinnützigen Kolping-Jugendwohnheime haben teilweise existenzbedrohende Einnahmeausfälle zu verzeichnen, da insbesondere Blockschülerinnen und -schüler aufgrund von Schulschließungen ferngeblieben sind.

Kolping begrüßt, dass Bundes- und Landesregierungen inzwischen weitreichende finanzielle Unterstützung von gemeinnützigen Einrichtungen und Unternehmen auf den Weg gebracht haben. Dennoch gibt es schwerwiegende Lücken in den Hilfspaketen, zum Beispiel mit Blick auf einen Defizitausgleich der Einnahmeverluste im sozialpädagogisch begleiteten Jugendwohnen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung geht für das kommende Ausbildungsjahr zudem von ca. 90.000 jungen Menschen aus, die bei der Ausbildungsplatzsuche erfolglos bleiben werden. Kolping weist in der Erklärung deshalb auf drei ausbildungsbezogene Aspekte zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt hin: Ausbildungswege für geringqualifizierte junge Menschen fördern, Jugendwohnen als Teil der Ausbildungsinfrastruktur stärken und Investitionen in Technik und Qualifikationen leisten. Wenn auch die vorgeschlagenen Maßnahmen mit einem deutlich höheren finanziellen Aufwand einhergehen, müssen aus Sicht von Kolping gerade jetzt die Weichen am Ausbildungsmarkt so nachjustiert werden, dass Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit verbessert werden.

Die Erklärung im Wortlaut gibt es hier