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Arbeit und Demokratie: Neue Herausforderungen

Die Zukunft der Arbeitswelt und die Frage, ob es Demokratiedefizite in unserer Gesellschaft gibt, waren Debattenschwerpunkte der letzten Sitzung des Bundesfachausschusses "Gesellschaft im Wandel".

Die Erwerbsarbeit der Zukunft muss nach Auffassung des Bundesfachausschusses vereinbar sein mit den Anforderungen der Sorgearbeit und der gesellschaftlichen Arbeit. Das heute noch vorherrschende Bild, dass Erwerbsarbeit vorrangig vor Sorgearbeit und Gesellschaftsarbeit ist, müsse abgelöst werden. Vielmehr müsse herausgestellt werden, dass Sorgearbeit und gesellschaftliche Arbeit ganz wesentlich die Ressourcen herstellen und sichern, auf die die Erwerbsarbeitswelt und Wirtschaft zurückgreifen muss.

In einem weiteren Debattenschwerpunkt widmete sich der Bundesfachausschuss der Frage, wie demokratiefest die Gesellschaft ist. Verschiedene Entwicklungen, wie zunehmende rechtsradikale Bedrohungen, belegen, dass mittlerweile die Grundfesten der demokratischen Gesellschaft angegriffen würden. Jeder Bürger müsse sich die Frage stellen, was er zur Stärkung zivilgesellschaftlicher und demokratischer Strukturen beitragen kann. 30 Jahre Deutsche Einheit zeigen eindrucksvoll, dass zwar eine demokratische Geisteshaltung ein menschenverachtendes politisches System stürzen kann, radikale menschenverachtende Vorstellungen deswegen aber weiterbestehen können. In Zeiten der Bedrohung der Demokratie durch menschenverachtende Gruppen seien alle Bürger aufgerufen, sich als aktive Staatsbürger zu verhalten.