Bundesebene

Anwälte für die Schwächsten in der Gesellschaft

ZdK-Präsident Thomas Sternberg forderte bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken am 23./24. April 2021 mehr Engagement für soziale Gerechtigkeit.

„Es darf nicht sein, dass von Teilen der Gesellschaft, die ohnehin besonders von der Pandemie betroffen sind, größtmögliche Flexibilität und Kreativität abverlangt wird, um Beruf, Familie und persönliche Gesundheit in einem guten Verhältnis auszubalancieren, während manche Wirtschaftsbranchen glauben, staatliche Auffanghilfen damit quittieren zu können, ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Testangebote vorzuenthalten.“ Mit deutlichen Worten forderte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) Prof. Dr. Thomas Sternberg in seinem Bericht zur Lage vor der heutigen ZdK-Vollversammlung dazu auf, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen.

„Besonders Menschen mit niedrigen Einkommen, Geringqualifizierte und Alleinerziehende haben durch Corona finanzielle Einbußen erlitten. Viele Erwerbstätige und Selbstständige in bestimmten Wirtschaftsbereichen wie der Gastronomie, im Handel oder in der Reisebranche, aber auch in der Kultur fürchten dauerhaft um ihre wirtschaftliche Existenz.“ Christinnen und Christen müssten diesen Lebensrealitäten noch mehr Beachtung schenken und sich als Anwälte für die Schwächsten in der Gesellschaft, engagieren, so Sternberg. Dies sei die Grundlage, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu ermöglichen und für eine solidarische Gesellschaft zu werben.

Der Vollversammlung gehören als Mitglieder des Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland die stellv. Bundesvorsitzende Klaudia Ruderdorf, die Geistliche Leiterin Rosalia Walter, Bundespräses Josef Holtkotte sowie Bundessekretär Ulrich Vollmer an.

Foto: KNA