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Alle jungen Menschen brauchen einen Ausbildungsplatz!

Kolping zum Berufsbildungsbericht 2019 der Bundesregierung

In einer gemeinsamen Erklärung äußern sich das Kolpingwerk Deutschland, der Verband der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland e.V. und der Verband der Kolpinghäuser e.V. erfreut darüber, dass laut dem im April erschienenen Berufsbildungsbericht mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen und neue Ausbildungsstellen geschaffen wurden. Kritisch sehen sie, dass noch immer 2,1 Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 34 Jahren in Deutschland keinen Berufsabschluss erworben haben. Ebenso müssen geeignete Instrumente der Berufsvorbereitung für nicht oder noch nicht ausbildungsreife Jugendliche bereitgehalten werden.

Eine weitere Forderung der Kolping-Verbände betrifft die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für duale, schulische und außerbetriebliche Ausbildungen sowie die notwendige Verbesserung der Rahmenbedingungen von Ausbildungen: In diesem Zusammenhang begrüßt Kolping die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung ab 2020. Diese sollte aber ebenso auch in den schulischen sowie außerbetrieblichen Ausbildungen, z.B. im Gesundheits- und Pflegebereich, eingeführt werden. Denn ein großer Teion der Auszubildenden ist von der Mindestausbildungsvergütung ausgeschlossen, da diese nur für die dualen Ausbildungberufe gilt.  

Das Jugendwohnen muss zur Unterstützung der Berufsausbildung gefördert werden, da sich Ausbildungsbewerber und unbesetzte Ausbildungsstellen oft nicht am selben Ort befinden. Darüber hinaus kann ein flächendeckendes Auszubildendenticket, ähnlich dem Semesterticket für Studierende, zur Mobilität beitragen.

Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist international hoch anerkannt: Junge Menschen werden in Betrieben und Berufsschulen erfolgreich zu Fachkräften ausgebildet. Diese Ausbildungskultur muss gestärkt werden, fordern die Kolping-Verbände, um auch junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen auf dem Weg zu einem Abschluss zu unterstützen.

Am 17. Mai 2019 hat Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, auf Einladung von Ursula Groden-Kranich, MdB, Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, an der Runde der Kolping-Bundestagsabgeordneten teilgenommen. Gemeinsam mit dem Bundespräsidium des Kolpingwerkes Deutschland diskutierte sie über Themen der beruflichen Bildung und die Kolping-Forderungen.

Zur Erklärung im Wortlaut

 

Bild: Barbara Bechtloff