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90.000 Menschen fordern starkes EU-Lieferkettengesetz

In Berlin haben Aktivist*innen der Initiative Lieferkettengesetz die Petition überreicht. Kolping war dabei!

Die Europäische Union will Unternehmen zum Schutz von Menschenrechten und der Umwelt in ihren Wertschöpfungsketten verpflichten. Offen ist jedoch, wie wirksam das sogenannte EU-Lieferkettengesetz ausfällt. Der zuständige EU-Ministerrat hat sich vergangenen Donnerstag in Brüssel auf eine Position geeinigt, die zwar über das deutsche Lieferkettengesetz hinausgeht, aber dennoch zahlreiche Schlupflöcher enthält. Mehrere EU-Regierungen, darunter Deutschland, versuchen weiterhin, das Vorhaben abzuschwächen. Dagegen protestierten heute in Berlin Aktivist*innen der „Initiative Lieferkettengesetz“ und überreichten eine an Bundeskanzler Olaf Scholz gerichtete Petition mit 90.248 Unterschriften. Mit dabei war auch der Generalsekretär von Kolping International Dr. Markus Demele.

Gefordert wird ein wirksames EU-Lieferkettengesetz, das

  • die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette von Unternehmen erfasst;
  • Geschädigten die Möglichkeit bietet, vor Gerichten in Europa Schadensersatz gegenüber beteiligten Unternehmen einzuklagen;
  • Unternehmen verpflichtet, auch Umwelt und Klima zu schützen;
  • eine umfassende Beteiligung der Betroffenen bei der Umsetzung des Gesetzes sicherstellt.

Das EU-Parlament hat angekündigt, sich im kommenden Frühjahr zu dem EU-Lieferkettengesetz zu positionieren.

Weitere Informationen auf www.lieferkettengesetz.de