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500 Deckel gegen Polio

Das Kolpingwerk Diözesanverband Speyer wirbt für die Aktion "500 Deckel gegen Polio": Noch bis zum 30. Juni können Deckel gesammelt und damit die Ausrottung der Kinderlähmung (Polio) unterstützt werden.

Im Jahre 2013 wurde anlässlich einer Tagung der Rotary-Convention in Lissabon die Aktion „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ gegründet. Gemeinsam schaffte man es daraufhin, innerhalb weniger Jahre 1.105 Tonnen Deckel zu erfassen, zu transportieren und zu verwerten. Mit dem Erlös von 270.000 Euro konnten rund 3.315.000 Impfungen weltweit finanziert werden.

Auch das Kolpingwerk in der Diözese Speyer unterstützt diese Aktion und sammelt seit Herbst des vergangenen Jahres die Plastikdeckel. Viele Kolpingsfamilien helfen mit. Über eine Sammlerstelle in Kaiserslautern werden die Deckel der Aktion zur Verfügung gestellt. „Wir wollen mit unseren Möglichkeiten helfen, dass diese schlimme Krankheit ausgerottet wird“, so Andreas W. Stellmann, Diözesanvorsitzender des Kolpingwerkes DV Speyer. „Aus meiner Tätigkeit im Bundesvorstand ist mir bekannt, dass auch noch viele andere Kolpingsfamilien deutschlandweit diese Aktion unterstützen.“ In vielen Gemeinden wurden Sammelstellen eingerichtet. In Heßheim, dem Wohnort des Diözesanvorsitzenden und des Diözesanpräses, Pfarrer Michael Baldauf, können die Deckel z.B. in der Kirche oder bei Andreas W. Stellmann abgegeben werden. Baldauf und Stellmann leiten die Deckel nach Kaiserslautern weiter und haben schon manche Autoladung auf den Weg gebracht.

Leider muss das Projekt zum 30. Juni 2019 eingestellt werden. Die Preise auf dem Markt für Sekundärrohstoffe sind zuletzt deutlich gesunken. Es kann daher nicht sichergestellt werden, dass auch in Zukunft die Erlöse erzielt werden können, die erforderlich sind, um das Motto der Sammlung zu erfüllen. Hintergrund dieser Preisentwicklung sind Marktverschiebungen, die durch das chinesische Importverbot für Kunststoffabfälle ausgelöst wurden. Es ist eine so große Menge auf dem Markt, dass auch die gute Qualität der Deckelsammelaktion auf dem deutschen Markt nur schlechte Preise erzielt. Das Kolpingwerk DV Speyer bedauert diese Entscheidung, kann sie aber nachvollziehen. So wird für den Endspurt dazu aufgerufen, alle Kräfte zu mobilisieren und Deckel zu sammeln. Noch bis zum 23. Juni können Deckel auch im Diözesanbüro in Kaiserslautern abgegeben werden.

Neben vielen privaten Personen und kirchlichen Gruppen halfen weitere Personen mit, dass die Aktion ein Erfolg wurde. Petra Kühne aus Heßheim konnte mehrere große Säcke mit Deckeln an den Diözesanvorsitzenden Stellmann überreichen, die von Schülerinnen und Schülern der Hertha-Hirsch-Grundschule in Mannheim und von der neurologischen Station im Klinikum gesammelt wurden.

Das Kolpingwerk DV Speyer hofft, dass bis zum Abschluss der Aktion noch viele Deckel eingesammelt und dadurch weitere Polio-Impfungen finanziert werden können.

Foto: Petra Kühne aus Heßheim übergebt säckeweise „Plastikdeckel gegen Kinderlähmung“ an den Kolping-Diözesanvorsitzenden Andreas W. Stellmann.