Dr. Maria Flachsbarth und Erzbischof Ludwig Schick

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50 Jahre Entwicklungszusammenarbeit

Mit einer Festakademie beging Kolping International am 11. Oktober 2019 feierlich das Jubiläum.

Vor 50 Jahren ist Kolping International mit der Gründung einer Fachorganisation für Entwicklungszusammenarbeit professionell in die weltweite Armutsbekämpfung eingestiegen. Dieses Jubiläum feierte die Organisation mit einer Festakademie im Kardinal Schulte Haus in Bensberg.

Rund 200 Gäste aus Kirche, Politik und Verband fanden sich ein, um unter dem Motto „Werte wirken“ den vergangenen Einsatz für globale Gerechtigkeit Revue passieren zu lassen und gemeinsam über die aktuellen Herausforderungen werteorientierter Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren.

Unter den Gratulanten befand sich der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der als langjähriger Kolpingbruder und Vorsitzender der Kommission Weltkirche im Namen der Deutschen Bischofskonferenz ein Grußwort sprach. Darin bedauerte er entschieden den derzeit immer stärker abnehmenden Gemeinschaftssinn und würdigte Kolping International als einen wichtigen Akteur, der weltweit solidarisch für das Gemeinwohl handelt.

Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, betonte in ihrem Festvortrag das konstruktive Miteinander staatlicher und kirchlicher Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit. „Der Kolpingansatz ist dabei ein besonderer. Mit einem Netzwerk von mehr als 8.300 Kolpingsfamilien weltweit ist Kolping vor Ort präsent wie nur wenige andere Organisationen, wirklich ganz nah bei den Menschen. Das ermöglicht echte Partnerschaft“, sagte Flachsbarth. In diesem Sinne seien kirchliche Organisationen wie das Kolpingwerk insbesondere auch dort bedeutend, wo staatliche Entwicklungszusammenarbeit aufgrund fehlender Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht hin könne oder dürfe.

Glückwünsche aus dem Vatikan überbrachte Rev. Msgr. Bernard Munono Muyembe, Senior Officer im Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen. Weitere Referentinnen und Referenten der Festakademie waren unter anderem Prof. Dr. Anna Noweck von der Katholischen Stiftungshochschule München sowie Ministerialdirigent Dr. Bernhard Felmberg aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Verschiedene Austauschforen gaben den Teilnehmenden die Gelegenheit, einzelne Aspekte eines wertebasierten Entwicklungsansatzes näher zu vertiefen.

Aus dem Kolpingwerk Deutschland überbrachten Bundespräses Josef Holtkotte, die stellvertretenden Bundesvorsitzenden Klaudia Rudersdorf und Manuel Hörmeyer, sowie Stephan Stickeler aus dem Bundesvorstand herzliche Glückwünsche.


Fotos: Kolping International