Bundesebene Geistlicher Impuls

Gott lebt, und er ist und bleibt der Gute.

Geistlicher Impuls des Kolping-Bundespräses Weihbischof Josef Holtkotte zum Sonntag.

Wir leben in Zeiten großer Veränderungen und vieler Umbrüche. Auseinandersetzungen und Konflikte stehen auf der Tagesordnung. Da hören wir im Jakobusbrief von den guten Gaben und vollkommenen Geschenken. Passt das zusammen?

Das Wort, das wir in der heutigen Lesung hören, ist ein ermutigendes, aufbauendes Wort für die Brüder und Schwestern damals – und auch heute!

Jakobus weist nach oben: Es gibt über uns einen, den Vater der Gestirne, also den Schöpfer des Himmels und der Erde, und dieser ist nur gut, und aus seiner Hand kommt nur Gutes zu uns. Dabei geht es nicht darum, dass wir uns vor den Realitäten der Welt verschließen oder Unangenehmes, Sorgen und Nöte einfach ausblenden oder schönreden.

Dennoch bleibt die Grundüberzeugung unseres Glaubens und unserer Verkündigung wahr. Sie lautet: Gott lebt, und er ist und bleibt der Gute, er ist an unserer Seite in allen Höhen und Tiefen des Lebens.

Diese Worte über Gott sind Worte, die über den Gottesdienst hinaus in die Welt hineingehen. Sie tragen eine Dynamik in sich, die weiterdrängt und in die Tat umgesetzt werden will.

Gottes Wort will fruchtbar werden, Gottes Wort will sich in Leben umsetzen, will immerzu auf neue Weise bei uns Hand und Fuß bekommen – so konkret, wie es eben geht. Nur so bewahren wir das Christsein authentisch. Die Mahnung des Jakobusbriefes rüttelt uns auf: Gottes Wort und seine Lebendigkeit wollen sich auswirken; sie wollen mit Haltung und Überzeugung gefüllt werden; sie wollen Wirkung haben in Kirche und Gesellschaft, in meinem ganzen persönlichen Umfeld.

Der Jakobusbrief weist dazu den Weg: Glaubt an Gott – beherzigt sein Wort – und handelt!

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Bild: Ingmar/Unsplash