Bundesebene Geistlicher Impuls

Gott hilft! Er lässt niemanden allein!

Geistlicher Impuls des Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte zum Sonntag

Ein aufwühlendes Lied im „Gotteslob" (GL 422,1) drückt wie kaum ein anderes den Ernstfall des Lebens in großer Ehrlichkeit aus:

„Ich steh' vor dir mit leeren Händen, Herr; fremd wie dein Name sind mir deine Wege. Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott; mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?  Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt — Ich möchte glauben, komm' mir doch entgegen.“ (Huub Oosterhuis)

Mit leeren Händen dastehen, das bedeutet: Alle Selbstverständlichkeit, alle Sicherheit ist weg.

Mit leeren Händen dastehen, so empfinden viele Menschen in diesen Tagen.

Wir erleben aber auch, dass leere Hände gefüllt werden, dass Trost und Lebensmut immer wieder neu geschenkt werden durch Zeichen der Nähe und Erfahrungen von Solidarität, durch Zeichen der Hoffnung und Zusammenhalt.

Am heutigen 5. Fastensonntag berichtet uns das Evangelium von der Auferweckung des Lazarus.

Der Name Lazarus bedeutet: „Gott hilft“. Das ist die trostreiche Zusage des heutigen Tages: Gott hilft! Er lässt niemanden allein!

Leere Hände füllt er mit Hoffnung und Zuversicht, mit Liebe und Vertrauen.

Jeder Mensch braucht Zusage und Zuspruch. Gottes Segen ist Zusage und Zuspruch. Ganz konkret. In der Situation meines Lebens. Daran glaube ich.


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Bild: Jackson David auf pixabay.com