Geistlicher Impuls

Gott handelt im Heiligen Geist in unserer Welt.

Geistlicher Impuls des Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte zu Pfingsten.

Mit dem pfingstlichen Kommen des Heiligen Geistes verbinden wir eine „stürmische“ Vorstellung: Da wird eine kleine Menschenschar von einem Brausen erfasst. Feiglinge reden auf einmal feurig zu ihren Landsleuten. Gottes Geist ist Kraft und Stärke! Wie Jesus mit den Menschen spricht, wie er den an den Rand Gedrängten wieder ein neues Ansehen gibt, wie er beschädigtes Leben heil macht, wie er sein Dasein für den Vater im Himmel und für die Menschen sich sein eigenes Leben kosten lässt, wie dieser Lebensstil recht bekommt in der Auferweckung aus dem Tod – in all dem und in vielem anderen wird offenkundig, was für ein Geist in Gott wirksam ist.

Der Geist bewegt dazu, aus sich herauszugehen, so ist das bei Gott selbst. Kein Wunder also, dass Menschen, die dieser Geist ergreift und die dann auch aus sich herausgehen, überzeugend ihr Christsein leben. Wir brauchen den Heiligen Geist auch bei den Umbrüchen und Veränderungen. Wir brauchen seine Kraft, die uns in all dem trägt, stützt und begleitet.

Wo Verständigung und Einswerden im Gang sind, wo wir Schönes und Sinnvolles gewahr werden, wo an der Offenlegung der Wahrheit gearbeitet wird, wo Konflikte fair bewältigt werden – notfalls durch Streit hindurch – da und an vielen anderen Stellen stoßen wir auf Spuren des Heiligen Geistes.

Unser Alltag ist der Text, dem Gottes Geist einen Sinn gegeben hat. Nachsinnen, nachlesen und auslegen müssen wir diesen Text selbst in unserem täglichen Leben mit den Augen des Glaubens. Ich wünsche uns solche Augen des Glaubens. Ich wünsche uns die Überzeugung, dass der Heilige Geist in meinem Leben handelt, dass Gott wirklich da ist. Das ist die Größe Gottes: Er bleibt bei den Menschen, lässt uns nicht allein. Ich wünsche uns dieses Vertrauen einem Gott gegenüber, der es gut mit uns meint.

Gott handelt im Heiligen Geist in unserer Welt und in unserem Leben. Wir brauchen nur mit gläubigen Augen zu schauen, denn: „Das Pfingstfest kennt keinen Abend, weil seine Sonne, die Liebe, keinen Untergang kennt.“

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Bild: Gerd Altmann auf pixabay.com