Erklärungen

Inklusion ganz praktisch

Das Thema "Inklusion in der beruflichen Bildung" stand im Mittelpunkt der Beratungen des Hauptausschusses der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für berufliche Bildung in Essen.

Franz-Josef Haska, Leiter des Kolping- Berufsbildungswerkes Essen berichtete über die Erfahrungen in der Arbeit mit lernbehinderten jungen Menschen in seiner Einrichtung. In verschiedenen Beispielen stellte er anschaulich Ausbildungs- und Wohnkonzepte vor. "Ihre sogenannte verzahnte Ausbildung absolvieren die jungen Menschen bis zu 12 Monate lang in den Kooperationsunternehmen der Kolping-Einrichtung. Die Berufsbildungswerke unterstützen mit ihrer hohen Fachkompetenz sowohl die Jugendlichen als auch die Unternehmen bei der Berufsausbildung", erklärte Haska. Das differenzierte Wohnkonzept umfasse daneben verschiedene Formen der Verselbständigung der Jugendlichen vom Jugendwohnheim bis zu Außenwohngruppen. Die Teilnehmenden des Hauptausschusses konnten sich anschließend bei einer Führung von den inklusiven Angeboten des Kolping Berufsbildungswerkes in Essen überzeugen.

Ulrich Vollmer, Vorsitzender der katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für berufliche Bildung und Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, forderte, "die Inklusion junger behinderter Menschen als Ziel zu verstehen, zu dem verschiedene Wege führen. Nur so könne man den unterschiedlichen Ansprüchen junger Menschen mit Förderbedarf gerecht werden." Die beispielsweise in einem Berufsbildungswerk erfolgreich absolvierte Ausbildung sei dann die Eintrittskarte in eine inkludierte Welt, betonte Ulrich Vollmer.

Der katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für berufliche Bildung gehören neben dem Kolpingwerk Deutschland die Arbeitsgemeinschaft katholisch sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland (aksb), der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ), die Bundesarbeitsgemeinschaft katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS), der Deutsche Caritasverband, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), die katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) und die Stiftung Akademie Klausenhof an. Weiterhin wirken die Deutsche Bischofskonferenz, das Kommissariat der Deutschen Bischöfe sowie das Zentralkomitees der deutschen Katholiken in der Bundesarbeitsgemeinschaft mit.

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