Ein Film von der Dewezet (Christian Branahl)

Erklärungen

Gratulation zum 90. Geburtstag

Kolping International und Kolpingwerk Deutschland gratulieren Prälat Heinrich Festing zu seinem 90. Geburtstag. Zu den größten Erfolgen seiner Amtszeit gehört die Seligsprechung des Gesellenvaters Adolph Kolpings 1991 in Rom!

Nicht nur Kolpingmitglieder in aller Welt kennen die tiefe Verwurzelung im Glauben des jetzt 90-jährigen Prälaten und wissen um die Tatsache, dass Kolping International – mit seinen mehr als 400.000 Mitgliedern in 60 Ländern der Erde – heute nicht das wäre, was es ist, wenn es den Generalpräses Heinrich Festing nicht gegeben hätte.

„Beginnend mit der Aktion Brasilien trieb er die internationale Verbreitung des Kolpingwerkes unermüdlich voran; von den Früchten seiner Arbeit zehren wir noch heute“, so Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg. Neben den Verpflichtungen als Generalpräses legte er als Zentral- und Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland eine erstaunliche Präsenz an den Tag. Dies war die Basis, auf der er auch die Kolpingarbeit in der Bundesrepublik spirituell prägte, daneben den Kontakt zu den Kolpingsfamilien in der früheren DDR niemals abreißen ließ und nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wesentlich dazu beitrug, das Kolpingleben in Deutschland ebenfalls wieder zu vereinigen. „Sein unprätentiöses Auftreten und seine bescheidene Art dürfen dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass er als General- und Zentral- bzw. Bundespräses stets sehr genau wusste, was er wollte“, so Generalpräses Msgr. Dillenburg.

„Heinrich Festing hat die Kolpingarbeit in Deutschland wie international zwischen 1965 und 2002 in seinen unterschiedlichen Funktionen als Präses geprägt wie kein Zweiter. Sein 90. Geburtstag ist uns ein willkommener Anlass, ihm für sein langjähriges und vielfältiges pastorales Wirken herzlich Dank zu sagen und ihm Gottes reichen Segen für seinen weiteren Lebensweg zu wünschen“, so Bundespräses Pfarrer Josef Holtkotte.

In Ratsiek bei Lüdge-Sabbenhausen am 10. Dezember 1930 geboren, wuchs er in bäuerlicher Umgebung auf und besuchte die Volksschule. Von 1945 bis 1948 erlernte er das Tischlerhandwerk. Vier Jahre arbeitete er als Geselle, dann holte er – wie einst der Verbandsgründer Adolph Kolping – das Abitur nach und begann 1956 sein Theologiestudium. Nach der Priesterweihe 1961 in Paderborn wirkte er bis 1965 als Vikar in Bigge im Sauerland. Sieben Jahre lang war er danach als Diözesanpräses in Paderborn tätig – bis zu seiner Wahl zum Generalpräses. Prälat Heinrich Festing hatte enorm von seinem Vorbild, dem Priester und Gesellvater Adolph Kolping, gelernt. Bereits in der Familie und in der Jugendarbeit hatte er sich für den Verbandsgründer begeistert und erkannt, wie viel der Mensch erreichen kann, wenn er sich weiterentwickelt. Die zahlreichen Ämter, die Prälat Heinrich Festing nach seiner Wahl wahrnahm, boten ihm Chancen zur Mitgestaltung und Impulsgebung. Von 1972 bis 1996 war er zugleich deutscher Bundespräses.

In den Ländern Osteuropas war das Kolpingwerk durch die Machtergreifung kommunistischer Diktaturen nach dem Zweiten Weltkrieg verboten und das Vermögen eingezogen worden. Im geteilten Deutschland gab es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR 175 Kolpingsfamilien, die keine Verbindung zum Deutschen Zentralverband und zum internationalen Kolpingwerk pflegen durften. Mit großer Energie hat er gearbeitet und sich dabei selten geschont. Der Lebenslauf von Prälat Heinrich Festing wurde mit zahlreichen Ehrungen geschmückt. Innere Zufriedenheit und große Freude verschafft ihm die Tatsache, dass das Kolpingwerk heute ein starker Verband mit lebendigen Gemeinschaften vor Ort – eine Weltfamilie – ist.             

Zu den größten Erfolgen in der Amtszeit Prälat Heinrich Festings gehört die Seligsprechung Adolph Kolpings 1991 in Rom. Der Jubilar begrüßt und unterstützt ausdrücklich die Online-Petition „Kolping ist mir heilig!“.