Erklärungen

Der Klimawandel wartet nicht auf uns

Das Kolpingwerk Deutschland fordert von der aktuell stattfindenden UN-Klimakonferenz (COP 26) in Glasgow belastbare Ergebnisse und ambitioniertes Handeln aller Länder. Die Erwartungen an Bundestag und künftige Bundesregierung sind groß.

Bereits 2015 hat das Kolpingwerk Deutschland nach der Pariser Klimakonferenz darauf hingewiesen, dass den Verpflichtungen auch Taten folgen müssen. Auch im Nachgang des aktuellen Klimagipfels gilt: „Es darf nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben.“ Das forderteder Bundesvorstand anlässlich der diesjährigen Bundesversammlung des Kolpingwerkes Deutschland. „Die bisherigen gemeinsamen Anstrengungen reichen nicht aus, um das 1,5°C-Ziel einzuhalten. Insbesondere die G20-Staaten müssen ihre Ziele nachschärfen, will die Weltgemeinschaft bis 2050 nicht auf eine Erderwärmung von 2,7°C zusteuern.“

Die aktuell in Glasgow stattfindende UN-Klimakonferenz (COP 26) müsse das Regelbuch für das Pariser Klimaabkommen – in dem Vorgaben zur konkreten Umsetzung der Ziele in der Praxis festgehalten sind – zwingend nachbessern und mit Maßnahmen vervollständigen, ergänzt der Bundesvorstand in seiner heute veröffentlichten Erklärung zur UN-Klimakonferenz.

Deutschland muss deutlich mehr tun als bisher, um die Klimaschutzziele einzuhalten. Dies darf nicht zu lasten der nächsten Generationen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Ebenso darf sich Deutschland nicht durch den Hinweis auf die Treibhausgasemissionen anderer Staaten seiner Verantwortung entziehen. Hier sind die Erwartungen an den neuen Deutschen Bundestag sowie an eine zukünftige Bundesregierung groß. Es müssen die Weichen und gute Rahmenbedingungen für eine sozial-ökologische Transformation gestellt werden, die verbunden sein werden mit Verzicht und die auch Auswirkungen auf unseren Wohlstand haben werden.

„Als viertgrößte Industrienation der Welt muss Deutschland in Fragen von Klimaschutz und umweltfreundlicher Technologie mit gutem Beispiel vorangehen“, fordert das Kolpingwerk Deutschland. Es muss auch seiner internationalen Verantwortung für nachfolgende Generationen und Menschen im Globalen Süden, die deutlich weniger zur Erderwärmung beigetragen haben, nachkommen!

Auf internationaler Ebene müssen wohlhabende Länder kleinere, ärmere Länder bei der Umsetzung einer sozial-ökologischen Transformation und den erforderlichen Anpassungsmaßnahmen finanziell unterstützen. Die bisher getroffene Zusage von 100 Milliarden US-Dollar jährlich ist einzuhalten. Die reichen Länder müssen gleichzeitg auch den Wissenstransfer und den Zugang zu umweltfreundlichen Technologien unterstützen.

Eindringlich ruft das Kolpingwerk jeden einzelnen Menschen auf, seine Beitrag für die Bewahrung der Schöpfung zu leisten: „Alle Bewohner_innen der Erde müssen in der gegenwärtigen ökologischen Krise, bei der die Zukunft der Menschheit auf dem Planeten Erde auf dem Spiel steht, ihren Beitrag leisten.“

Die vollständige Erklärung findet ihr hier.