„Wir müssen ein eigenes Haus haben“, sagt Kolping in seiner Programmschrift „Für ein Gesellen-Hospitium“ von 1852. Das Haus sollte sowohl Vereinslokal als auch Herberge für die wandernden Gesellen sein. Dazu brauchte er Geld. Mit der Broschüre warb er für Spenden. Noch im gleichen Jahr konnte er das Haus in der Kölner Breite Straße 118 kaufen, und schon im Mai 1853 wurde das erste Gesellenhospitium eröffnet. Den Appell Kolpings befolgend wurden auch anderenorts Gesellenhäuser errichtet. Bereits 1858 gab es schätzungsweise 18 Gesellenhäuser. Heute ist der Begriff „Kolpinghaus“ im Duden aufgenommen. Von der geschichtsträchtigen Schrift ist nur ein Originalexemplar vorhanden. Das Heftchen befindet sich in einem maroden Zustand. Es wird nur noch von einem Packpapierstreifen notdürftig zusammengehalten; die Ecken und die Falz sind ein- bzw. abgerissen. Nun muss der Kleber entfernt, das Papier restauriert und das Heft neu gebunden werden.