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Vatersein ist kein Feierabendprojekt

In Düsseldorf ist die Ausstellung „Papa macht das schon“ zur modernen Vaterschaft feierlich eröffnet worden.

Vor gut 60 Gästen wurde die 18 Plakate umfassende Ausstellung, die von Kunststudent*innen der Uni Greifswald konzipiert wurde, eröffnet. Als Gemeinschaftsprojekt haben die Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit NRW, der Familienbund der Katholiken NRW, KOLPING Deutschland und die kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge die Ausstellung nach NRW geholt.

Die Ausstellung möchte für eine gleichberechtigte Sorge- und Erziehungsarbeit sensibilisieren. Nicht mit dem moralischen Zeigefinger, sondern vielmehr mit einer Mischung aus ernster Aussage und kreativ-humoristischer Umsetzung. In der anfänglichen Begrüßung wurde deutlich, dass Väter nicht nur statistisch immer noch eher selten Elternzeit nehmen, sondern dies zuweilen auch von Arbeitgebern und der Gesellschaft belächelt wird. Der Vater, der das Kind in der Kita abholt oder den Elternabend besucht, wird oft als Exot angesehen und muss sich hinterfragen lassen, warum er sich bewusst für die Elternzeit oder eine sehr partnerschaftliche Aufteilung entschieden hat. In den Netzwerkgesprächen im Anschluss wurde deutlich, dass noch eine Menge zu tun ist: Kindererziehung darf nicht zum Karrierekiller werden weder für die Frau noch den Mann.

Wie relevant das Thema ist, wurde auch deutlich, indem sowohl Vertreter des NRW-Familienministeriums als auch Weihbischof Ludger Schepers bei der Eröffnung zugegen waren.

Der Eröffnungsabend klang mit einem Auftritt des Kabarettisten Florian Hacke aus. Hacke, selbst Vater von drei Kindern, konnte pointiert seine eigene Vaterrolle reflektieren und persiflieren und machte deutlich, welchen Herausforderungen er sich stellen müsse. Mit seinem Programm verdeutlichte Hacke aber auch die gesellschaftliche Schieflage: Männer würden für ihre Erziehungs- und Hausarbeit gesellschaftlich mehr gelobt, während es bei Frauen für selbstverständlich erachtet werde, dass sie Kind und Beruf „unter einem Hut“ bekämen. Eine andere, aber wichtige, bodenständige Annäherung an ein Thema, was mehr Aufmerksamkeit braucht, damit in dieser Frage ein gesellschaftlicher Transformationsprozess einsetzt.

Noch bis zum 30. Mai ist die Ausstellung in den Räumen der Zentralbibliothek Düsseldorf am Konrad-Adenauer-Platz 1 zu den entsprechenden Öffnungszeiten zu sehen ( Mo-Fr 9-21 Uhr, Sa 9-18  Uhr und So 11-18 Uhr).