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Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung besucht Internationale Kolping-Pflegeschule in Kempten

MdB Katrin Staffler (4.v.l.) mit (v.l.) Robert Hitzelberger (Kolping-Vorsitzender in der Diözese Augsburg), Pflegeschüler Abdelmaijd, MdB Stephan Stracke, MdB Mechthilde Wittmann, Geschäftsführer Björn Panne, Kümmerin Alona Gress, Schulleiterin Monika Matje und Pflegeschülerin Carine

Am 9. Dezember 2025 begrüßten die Verantwortlichen der Internationalen Kolping-Pflegeschule in Kempten und Kolping-Diözesanvorsitzender Robert Hitzelberger hochrangige Gäste. Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung und Mitglied des Deutschen Bundestages, war zusammen mit der Kemptener Parlamentarierin Mechthilde Wittmann und dem Abgeordneten für den Wahlkreis Ostallgäu Stephan Stracke zu Gast im Kolpinghaus in Kempten. 

Geschäftsführer Björn Panne und Schulleiterin Monika Matje informierten die drei Gäste über die Ausbildung internationaler Fachkräfte. Seit der Gründung im Jahr 2019 haben bereits 65 Auszubildende aus über 21 Nationen ihre Pflegeausbildung an der Kolping-Pflegeschule abgeschlossen. 

Internationalität als Stärke und Herausforderung

Die Internationalität ist das Aushängeschild der Kolping-Pflegeschule aber auch eine ständige Herausforderung. So nutzen die Verantwortlichen das Treffen, von bürokratischen Hürden zu berichten, die etwa die Bearbeitung von Bewerbungen erschweren und oft zu unbesetzten Ausbildungsplätzen führen: etwa bei der Visa-Vergabe, der Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder durch wechselnde gesetzliche Vorgaben. „Zwischen Bewerbung und Start vergehen oft acht Monate“, so Schulleiterin Monika Matje. 

Von Schwierigkeiten mit komplizierten Vorschriften bei der Anerkennung des Führerscheins oder von Qualifikationen berichteten Abdelmaijd aus Marokko und Carine aus dem Togo. Beide Auszubildenden betonten jedoch, wie gut betreut sie sich an der Schule fühlen und hoben die Bedeutung von Alona Gress, der „Kümmerin“, hervor. Sie unterstützt die internationalen Azubis bei der Integration und im Alltag vom Arzttermin bis zur Wohnungssuche. Die Stelle wird derzeit regional gefördert, eine langfristige Finanzierung ist leider offen.

Starke Bilanz und politische Wertschätzung

Dass die Abschlussquote der Kolping-Pflegeschule trotz aller Hürden über dem bayerischen Durchschnitt liegt, ist der intensiven Betreuung und den begleitenden Berufssprachkursen in Kooperation mit der Kolping Akademie zu verdanken. Monika Matje sagt: „Pflege ist ein Kommunikationsberuf und Sprache ist dabei der Schlüssel. Von den Azubis bis zu den Pflegeeinrichtungen: Alle profitieren, wenn Sprachkurse parallel zur Ausbildung stattfinden.“ 

Katrin Staffler, Mechthilde Wittmann und Stephan Stracke zeigten sich beeindruckt vom Konzept der Kolping-Pflegeschule und signalisierten, die Anliegen der Verantwortlichen mit „nach Berlin“ zu nehmen. Geschäftsführer Björn Panne begrüßte diese Unterstützung und betonte: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Schule so viel politische Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfährt. Mit ihrer Hilfe können wir noch mehr Pflegekräfte ausbilden und gemeinsam einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der Pflege leisten.“

Pressestelle / Die Kolping Akademie

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