Als Bundesvorsitzender wurde Andreas Luttmer-Bensmann von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Deutschlands bestätigt. Zu seinen Stellvertreter*innen wurden Kathrin Zellner und Bernhard Dausend gewählt. Zellner leitet bei Kolping Deutschland unter anderem die ständige Kommission Arbeitswelt und Soziales, Dausend ist Vorsitzender des Bundesverbandes evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA). Zu weiteren Mitgliedern im Bundesvorstand wurden Lucia Schneiders-Adams (KAB), Michael Polacek (BVEA) und Sven-Marco Meng gewählt, der zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender von Kolping ist. Bundesgeschäftsführer der ACA bleibt Alexander Suchomsky, Referent für Arbeit, Gesellschaft und Soziales im Bundessekretariat von Kolping Deutschland.
Inhaltlich stand der Austausch mit dem Bundesbeauftragten für die Sozialwahlen, Peter Weiß, im Mittelpunkt. In seiner Eröffnungsrede hob Weiß, der auch Mitglied bei Kolping ist, das Engagement der ACA und ihrer Mitgliedsverbände hervor. Diese täten sich nicht nur durch politische Stellungnahmen hervor, sondern gestalteten dank ihrer ehrenamtlich Engagierten das soziale Sicherungssystem aktiv mit. Im Hinblick auf die von der aktuellen Bundesregierung geplante Modernisierung der Sozialwahlen wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst. Darin spricht sich die ACA für eine Absenkung bürokratischer Hürden zur Teilnahme an den Sozialwahlen, insbesondere mittels stärkerer digitaler Möglichkeiten, aus. Daneben wird gefordert, die soziale Selbstverwaltung als konstitutives Merkmal der Sozialversicherung in das Grundgesetz aufzunehmen und die Mitwirkungsmöglichkeiten in den ehrenamtlichen Organen und Gremien der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung inklusiver zu gestalten.
Ergänzend dazu wurde ein Strategiepapier des scheidenden ACA-Bundesvorstandes diskutiert, das im Plenum auf breite Zustimmung stieß. Als Ergebnis soll im kommenden Jahr eine Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufnehmen, um unter Einbindung der zehn Landesverbände erste strategische Überlegungen der ACA zu den Sozialwahlen 2029 zu erarbeiten.
