Deutschland lebt von internationalen Partnerschaften und zivilgesellschaftlichem Engagement. Der Freiwilligendienst „weltwärts“ steht beispielhaft dafür: Er ermöglicht jungen Menschen Lernerfahrungen in Ländern des Globalen Südens und fördert langfristige Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste (JGD) haben mit „weltwärts“ seit 2008 schon 800 Freiwillige ins Ausland entsendet und 40 Freiwillige aus dem Ausland in Deutschland aufgenommen. Die Kolping JGD befürchten, dass nach den Kürzungen für 2026, bei den anstehenden Haushaltsberatungen für 2027 weitere Gelder gekürzt werden, und betonen, dass stabile Rahmenbedingungen für „weltwärts“ von zentraler Bedeutung sind.
Es würde am falschen Ende gespart, da „weltwärts“ nachhaltig wirkt: Viele ehemalige Freiwillige engagieren sich auch Jahre später gesellschaftlich, bringen ihre Erfahrungen in Beruf und Ehrenamt ein und stärken so das Bewusstsein für globale Zusammenhänge. „weltwärts“ investiert damit in junge Menschen – und in die Zukunft einer solidarischen Weltgesellschaft. Zugleich ist ein starkes internationales Netzwerk entstanden: Tausende Freiwillige, zahlreiche Trägerorganisationen und langjährige Partnerschaften prägen das Programm. Diese gewachsenen Beziehungen sind gerade in Zeiten globaler Krisen von unschätzbarem Wert.
Deshalb braucht „weltwärts“ verlässliche Rahmenbedingungen und eine auskömmliche Finanzierung – gerade jetzt. Für Kolping ist klar: Internationale Freiwilligendienste wie „weltwärts“ sind keine freiwillige Zusatzleistung, sondern Ausdruck gelebter Solidarität und Verantwortung. Sie fördern Verständigung, stärken Partnerschaften und eröffnen jungen Menschen Perspektiven.
