Seitenanfang
Sprich uns an!
News

KOLPING war laut in Würzburg

Unter dem Motto "Hab Mut. Sei laut!" präsentierte sich KOLPING auf dem Katholikentag und erklärte, wofür wir uns engagieren: für mehr christliches Handeln in der Welt.

Unter den derzeit schwierigen Bedingungen sind Christ*innen aufgerufen, ein Zeugnis der Hoffnung zu geben – indem sie Mut haben und sich dafür einsetzen, dass die Welt durch christliches Denken und Handeln ein Stück besser wird. Adolph Kolping hat gesagt: „Wer Mut zeigt, macht Mut! So setzt KOLPING sich an vielen Stellen für Menschen ein, die Unterstützung benötigen. 

Der bekannte Spruch Adolph Kolpings war das Motto des festlichen Kolping-Gottesdienstes im Würzburger Neumünster. Geleitet wurde die Messe von Kolping-Bundespräses Sebastian Schulz, Maria Adams, Geistliche Leiterin von Kolping Deutschland, und Jens Johanni, Diözesanpräses des Kolpingwerks Würzburg. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der Gruppe WTL. Im Anschluss fand auf Einladung des Diözesanverbandes das Kolping Meet&Greet im Kolping-Center Main-Franken statt.

Bilder vom Gottesdienst und den Veranstaltungen sowie von den Ständen von Kolping Deutschland und der Kolpingjugend 

Bereits am Donnerstag hatte die Kolpingjugend gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kath. Jugendsozialarbeit (BAG KJS) eine Werkstatt unter dem Titel „Ausgebremst - wenn Armut Wege versperrt. Jugendarmut verstehen, Ungerechtigkeit entlarven“ veranstaltet. Ziel der Werkstatt war es, erlebbar zu machen, wie Armut verhindert, dass Kinder und junge Erwachsene am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Silke Starke-Uekermann, Referentin der BAG KJS, verdeutlichte anhand von Daten und Fakten aus dem Monitor Jugendarmut die tiefgreifenden Folgen von Jugendarmut: Benachteiligte Jugendliche haben schlechtere Bildungschancen, höhere gesundheitliche Risiken und weniger gesellschaftliche Teilhabe.

Wie queere junge Menschen sichtbar gemacht, gestärkt und geschützt werden können - darum ging es am Samstagvormittag in der Werkstatt mit Raphaela Noah Soden, die unter dem Titel „Regenbogenkompetenz in der katholischen Jugendsozialarbeit". stand. Veranstalter waren der Verband der Kolpinghäuser in Kooperation mit IN VIA Deutschland und der BAG KJS.

Am Nachmittag diskutierten Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung, Jan Dannenbring, Bereichsleiter Arbeitsmarkt, Marietta Eder, stellv. Vorsitzende des DGB Bayern, Jelena Micovic, Leiterin der Caritas-Beratungsstelle für Rückkehrende und Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit über „Kampf um Arbeitskräfte: Wo bleibt die Fairness bei Migration und Ausbildung?“. Auf dem Podium, das Kolping mit der KAB, der Bundeskommission der Betriebsseelsorge Deutschland und Renovabis vorbereitete, wurde das sogenannte Passungsproblem auf dem Ausbildungsmarkt diskutiert. Im letzten Ausbildungsjahr waren mehr als 80.000 jungen Menschen weiter auf der Suche nach einer Ausbildung, obwohl 50.000 unbesetzte Ausbildungstellen vorhanden waren. Lösungsansätze sahen die Podiumsgäste im Ausbau des Jugend- und Azubiwohnens, in Berufsorientierung oder Unterstützungsangeboten der Bundesagentur für Arbeit.

Wie auf den früheren Katholikentagen herrschte auch in diesem Jahr wieder großer Andrang an den Ständen von Kolping Deutschland und Kolpingjugend auf der Kirchenmeile. Zur Betreuung der Besucher*innen standen neben dem Bundespräsidium um die Vorsitzende Klaudia Rudersdorf einige Bundesvorstandsmitglieder bereit. Publikumsmagneten waren die Kolping-Rösterei Brakel, die den durchgefrorenen Gästen eine Tasse Tatico-Kaffee anbot, sowie das Mitmach-Mobil des Netzwerkes für Geflüchtete. Zu Besuch waren kirchliche Amtsträger wie Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz aus Paderborn und Bischof Stefan Oster SDB aus Passau, Vertreter*innen katholischer Verbände sowie Bundestagsabgeordnete, unter anderem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU, Mareike Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin im BMBFSFJ, Anja Karliczek und Dr. Stefan Nacke von der CDU, Ricarda Lang und Max Lucks von den Grünen sowie Kerstin Griese und Hubertus Heil von der SPD. An den Ständen waren außerdem Kathrin Langensiepen aus dem Europaparlament und Peter Weiß, Bundeswahlbeauftragter für die Sozialversicherungswahlen.