Der Beschluss verpflichtet die Bundesebene, seine gesamte Arbeit schrittweise klimaneutral zu gestalten. Dazu werden Emissionen systematisch erfasst, reduziert und – wo unvermeidbar – kompensiert, etwa durch Förderung von Projekten in Kooperation mit KOLPING INTERNATIONAL, im Rahmen von lokalen Waldprojekten oder Projekten zur Erzeugung regenerativer Energie.
„Klimaschutz ist kein Randthema, sondern Ausdruck unseres christlichen Selbstverständnisses,“ betonte Katharina Diedrich, Bundesleiterin der Kolpingjugend Deutschland und Mitglied des Bundesvorstands . „Wer sich an Adolph Kolping orientiert, übernimmt Verantwortung – für Menschen heute und für kommende Generationen. Wir handeln, weil es unserer Glaubwürdigkeit als christlich-sozialer Verband entspricht.“
Der Weg zur Klimaneutralität umfasst eine Reihe konkreter Schritte:
Treibhausgas-Bilanzierung aller relevanten Aktivitäten von Kolping Deutschland,
Entwicklung einer Klimaschutzstrategie mit verbindlichen Reduktionszielen für den Verband sowie die Einrichtungen und Unternehmen,
Einführung von Maßnahmen in Bereichen wie Energieeffizienz, Mobilität, Ernährung und Beschaffung,
Kompensation unvermeidbarer Emissionen durch soziale Klimaschutzprojekte,
Bildungs- und Unterstützungsangebote für Diözesanverbände und Kolpingsfamilien,
sowie eine aktive Kommunikation und Kooperation mit kirchlichen und gesellschaftlichen Partnern.
Der Beschluss wurde vom Bundesvorstand initiiert und mit überwältigender Mehrheit angenommen. Damit bekräftigt Kolping Deutschland seine Rolle als Gestaltungskraft in Kirche und Gesellschaft, die den Auftrag Adolph Kolpings in die Gegenwart übersetzt: Verantwortung übernehmen, Zukunft gestalten, solidarisch handeln.
