Ein Treffen für globale Gerechtigkeit
Am 14. und 15. November nahmen auf Einladung von KOLPING INTERNATIONAL und dem Bundesfachausschuss Verantwortung für die Eine Welt von Kolping Deutschland 50 Interessierte zusammen. Im Mittelpunkt standen die Themen:
- 10 Jahre Sustainable Development Goals (SDGs)
- 10 Jahre Laudato Si’
Die Tagung bot Raum für Austausch, Analyse und konkrete Perspektiven für die Zukunft.
Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Die Diskussion eröffnete Stephan Klingebiel (IDOS) mit einem Vortrag zur geopolitischen Dimension der Entwicklungspolitik. Er zeigte, wie Nationalismus, Populismus und der Rückzug multilateraler Strukturen die internationale Zusammenarbeit verändern.
Manfred Belle (Eine Welt Promotor NRW) zog eine Bilanz zu den SDGs und Laudato Si’: Trotz Fortschritten in Bereichen wie erneuerbare Energien und fairer Handel bleibt die Umsetzung vieler Ziele hinter den Erwartungen zurück.
Eva Hengstermann (erlassjahr.de) stellte die Initiative Erlassjahr 2025 vor, die einen Schuldenerlass für hochverschuldete Länder fordert – als Beitrag zu globaler Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung.
Stimmen aus dem Globalen Süden
Besondere Eindrücke kamen aus Indonesien, Kenia und Kolumbien:
- Indonesien: Aufforstungsprojekte, klimaresiliente Landwirtschaft und Bildungsprogramme für Jugendliche.
- Kenia: Mikrokredite, organische Landwirtschaft und Dachwassergewinnung.
- Lateinamerika: Netzwerke für ökologische Gerechtigkeit und faire Energiewende.
Diese Beispiele zeigen: Globale Verantwortung beginnt lokal – durch konkrete Projekte und internationale Solidarität.
Fazit: Gemeinsam handeln
Die Tagung machte deutlich: Die Herausforderungen sind groß, aber Veränderung ist möglich. Kolping setzt auf Partnerschaft, Bewusstseinsbildung und konkrete Maßnahmen, um die Vision einer gerechten und nachhaltigen Welt Wirklichkeit werden zu lassen.
Weitere Bilder von der Veranstaltung findet ihr auf dem Instagramkanal von KOLPING INTERNATIONAL.
