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Gegenseitige Bestärkung und klare Worte

Die Herbst-Bundeskonferenz der Kolpingjugend 2026 wendete sich gegen die Pläne der Bundesregierung zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Regierungskoalition bringt aktuell mehrere Vorhaben auf den Weg, die junge Menschen betreffen. Mit dem Beschluss „Keine verkappten Experimente bei der Kinder- und Jugendhilfe!“ stellt sich die Kolpingjugend hinter die Stellungnahme von Kolping Deutschland zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe im Sozialgesetzbuch VIII. Mit einer Positionierung zum Schutz mentaler Gesundheit fordert die Kolpingjugend einen Abbau von Hürden wie Wartezeiten und eine Verbesserung der Versorgungslage in der Psychotherapie. In Reaktion auf eine Reform der Berufsausbildungsförderung (BAföG) macht die Kolpingjugend auf gelungene Punkte, wie die Digitalisierung des Antragsverfahrens, aber auch auf kritische Punkte, wie die teilweise Kürzung der Wohnkostenpauschale, aufmerksam.

Intensiv diskutiert wurde über Nutzungsrichtlinien für generative KI (Künstliche Intelligenz) in der Kolpingjugend. Die beschlossenen Richtlinien sollen durch Schulungen ergänzt werden. Außerdem wird eine Expert*innengruppen eingesetzt, um offene Fragestellungen zu diskutieren, Konkretisierungen zu erarbeiten und Rückmeldungen aufzunehmen.

Gegenseitige Bestärkung gab es im Gottesdienst. Trotz der schwierigen politischen Lage hat dieser die Teilnehmenden am Wochenende an etwas ganz Wichtiges erinnert: Nämlich, dass alle „gut genug“ sind und jede*r auf seine*ihre eigene ganz besondere Art und Weise dazu beiträgt, eine starke Kette der Solidarität und Gemeinschaft zu bilden, um die Nöte der Zeit zu erkennen und nach ihnen zu handeln.

Auch der europäische Geist wurde gestärkt. In einem Studienteil beschäftigte sich die Kolpingjugend mit ihrer Vision für die Europäische Union. Dazu war die JEF zu Gast – die Jungen Europäischen Förderalist:innen. Sie haben mit ihren Überzeugungen und Methoden zu einem kurzweiligen Programm beigetragen.

Verstärkung gab es für die Bundesleitung. Die Kolpingjugend freut sich darüber, dass Tonius Weiß als ehrenamtlicher Bundesleiter gewählt wurde. Außerdem gratuliert sie Mathis Heineke, der die lange Zeit unbesetzte Stimme der ehrenamtlichen Geistlichen Leitung auf Bundesebene wahrnehmen wird. Die Kolpingjugend freut sich über ihr Engagement und ist gespannt, wie die beiden die Bundesleitung mit ihren Stärken und Ideen bereichern werden.

Die nächste Bundeskonferenz findet vom 26. bis 28. Februar 2027 in Passau statt.