Zum Jahrestag der Deutschen Einheit fordert die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, „eine Demokratie, die ihre Wehrhaftigkeit unter Beweis stellt – in Deutschland und in Europa.“ Die Wiedervereinigung sei „eine entscheidende Wegmarke der Europäischen Integration und ein Grundstein der Demokratisierung in späteren EU-Mitgliedsstaaten gewesen”.
„Angesichts der Krisen unserer Zeit wird die Demokratie wieder herausgefordert”, so Stetter-Karp. „Dass rechtsextremistische Parteien nach der Regierungsmacht greifen, wie es nun in Sachsen-Anhalt geschieht, ist in einigen europäischen Staaten bereits seit Jahren der Fall. Es gilt, von jenen zu lernen, die autoritäre Bewegungen überwunden haben.“
Das Ringen um resiliente demokratische Strukturen ist auch Gegenstand der Debatten, die das ZdK am Wochenende in Berlin mit europäischen Gästen aus mehr als zehn Ländern führen wird. Die „Initiative Christen für Europa” (IXE), zu deren Gründung das ZdK vor zwanzig Jahren gemeinsam mit den Semaines Sociales de France entscheidend beigetragen hatte, will die Erklärung „Europa wertschätzen: Für widerstandsfähige Institutionen und eine starke Demokratie eintreten“ verabschieden. Im Entwurf heißt es, man stelle sich „autokratischen Bestrebungen, die Europäische Einigung abzuwickeln, Rechtsstaatlichkeit abzubauen und Minderheiten zu diskreditieren“, entschieden entgegen.
Als Vertreter*innen von Kolping Deutschland gehören dem ZdK die stellvertretende Bundesvorsitzende Michaela Brönner, Bundessekretärin Alexandra Horster und Bundespräses Sebastian Schulz an.
Die vollständige Pressemitteilung des ZdK zum Tag der Deutschen Einheit ist hier abrufbar.
